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SPIELMITTEL KINDERSPIELE VON EXPERTEN GETESTET
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Monster Meister
Aus 16 Karten besteht die persön- liche Auslage bei „Monster Mei- ster“. So weit, so übersichtlich. In den Details, da wird es pelzig. Auf den verdeckt ausliegenden Karten sind je ein bis zwei Monster in vier Farben und mit einer variierenden Anzahl von Augen abgebildet. In jeder Runde gibt es eine Aufgabenstellung, der zufolge Monster aufgedeckt werden sollen. Mal
ist eine bestimmte Augenzahl gefragt, mal bestimmte Farben. Mal wird eine feste Menge von Karten umgedreht, mal gibt es einen flexiblen Stopper, zum Beispiel „so lange, bis du ein Monster mit genau 2 Augen aufdeckst“. Mal gibt es für alle Monster Pluspunkte, mal bringen einige sogar ein Minus.
Wer am Ende der Aufgabe die mei- sten Monsterpunkte hat, darf eine sei-
ner Karten abgeben. Das Schlusslicht bekommt eine dazu. Nach zehn Runden möglichst wenige der eigenen Aus- gangskarten zu besitzen, ist das Ziel.
Was anfangs blankes Raten ist, wird schnell zum logischen Vorgehen. Je besser man die eigene Auslage kennt, desto gezielter kann man Monster wäh- len – oder eben liegenlassen. Nach und nach entwickelt jeder ein eigenes Sys- tem dafür. Dumm nur, dass die Monster in der nächsten Partie wieder ganz an- ders liegen.
„Monster Meister“ erfordert logisches Denken und Konzentration. Ältere Kin- der haben hier einen Vorteil gegenüber jüngeren. Den Tipp, eine bestimmte Methode zu entwickeln und entspre- chend vorzugehen, dürfen Mama und Papa an dieser Stelle gerne geben.
„Monster Meister“ (Zoch) von Maja und Amelie Dorn; für 2–4 Kinder ab ca. 7 Jahren; Spieldauer: ca. 15 Minuten; Preis: ca. 8 €.
men. Aber da wären wir wieder bei den Formen und Farben. Sie verleihen „Twin it“ seine Brillanz. Gelb, orange und braun in Siebzigerjahre-Nuancen machen es dem Auge schwer, Unterschiede und Übereinstimmungen auf Anhieb zu er- kennen. Und auch die Muster auf den Karten erzeugen die perfekte, verwirren- de Balance aus zum Verwechseln ähn- lich und eigentlich doch ganz anders.
„Twin it“ funktioniert und begeistert in reinen Kinder- genauso wie in altersge- mischten und Erwachsenenrunden. Nur eine Partie ist hier niemandem genug. Nach ein paar Wiederholungen sollte man allerdings eine Pause einlegen. Der op- tische Drehwurm ist sonst unvermeidlich.
Katrin Reil
„Twin it“ (Huch) von Nathalie Saunier, Rémi Saunier u. Tom Vuarchex; für
2–6 Kinder ab ca. 6 Jahren; Spieldauer: ca. 15 Minuten; Preis: ca. 20 €.
Twin it
Die Farbgebung von „Twin it“ gäbe reichlich Anlass zu Kommen- taren. Auch die psychedelischen Tapetenmuster sind auf den ersten Blick höchst gewöhnungsbedürftig. Doch beides ist am Ende genau das, worauf es ankommt.
Gleichmäßig aufgeteilt liegen die Kar- ten vor den Kontrahenten. Reihum de- cken sie diese von ihren persönlichen Stapeln auf. Ein paar Züge dauert es, aber früher oder später kommen dabei Pärchen zum Vorschein. Wer dann schnell zuschnappt, darf das entspre-
chende Set vor sich le- gen. Auf dem Suchra- dar ist dabei nicht nur die Auslage, auch die persönlichen Stapel so- wie die bereits ge- sammelten Paare vor den Spielern sind Teil des Geschehens. Si- cher ist also nie ganz sicher, es kommt immer wieder zu Kettenreakti- onen und die Aktions- fläche wird ständig grö- ßer und komplexer.
An sich sind das alt- bekannte Mechanis-
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