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sammenstürzt und Totti seinen Halt verliert. Die Statik des Kuppelbaus ist erstaun- lich. Auch völlig durchlöchert hält der Iglu den Eisbären Totti recht lange auf der Dachspitze. Fallen zwischendurch Eisblö- cke ins Innere, ist das nicht weiter schlimm. Landen sie außerhalb, bekommt sie das Kind, das gerade am Zug war. Am Ende gewinnt nämlich, wer die wenigsten Eisblöcke sammeln musste. Da es oft zu Gleichständen kommt, werden Blöcke aufgehoben und im Fall der Fälle die auf- gedruckten Werte gezählt, die möglichst hoch sein sollten. Die oberen Blöcke di- rekt unter der Kuppel schlagen mit sechs Punkten zu Buche, die ganz unten nur mit einem. Wer also während der Partie mutig in den oberen Regionen agiert, hat größe- re Chancen auf den Sieg, geht aber auch
ein höheres Risiko ein.
Schon Sechsjährige wissen, dass Eis- bären und Pinguine eigentlich an entge- gengesetzten Polen leben. Diese thema- tische Schwäche hielt aber niemanden davon ab, sich mit diesem reizvollen Ge- schicklichkeitsspiel zu vergnügen. Etwas ungeduldig wurden die Kinder höchstens beim recht langwierigen Aufbau; Vorbe- reitung und Spieldauer sind nämlich fast deckungsgleich. Für Vorschulkinder ist die Variante, bei der die Stützkuppel nach dem Aufbau stehenbleibt, unbedingt zu empfehlen. Dadurch bleibt der Iglu viel länger stabil.
„Polar Smash“ (HCM Kinzel) ohne Autorennennung; für 2–4 Kinder ab ca. 5 Jahren; Spieldauer: ca. 10 Minuten; Preis: ca. 20 €.
Spätestens nach 20 Minuten ist Schluss mit dem Jonglieren der Kugeln, dann hat jemand fünf Aufgabenkarten gewonnen.
„Go Go Gelato“ ist deutlich einfacher als die Vorgänger- spiele, die Anforderungen an das logische Denkvermögen sind ge- ringer, an die Geschicklichkeit hingegen höher. Da die Eisku- geln oft wegkullern, spielt man am besten gleich auf dem Tep- pich. Auch eine ausgebüxte Eis- kugel darf nicht mit der Hand aufgenommen werden, was Kin- der am Anfang stets vergessen. Sie brauchen zwei Wa eln zum Aufheben.
Die Alterseinordnung ab sechs Jahren geht in Ordnung, für jün- gere Kinder ist das Wechselspiel noch zu schwer.
Wieland Herold
„Go Go Gelato“ (Pegasus) von Roberto Fraga; für 2–4 Kinder ab ca. 6 Jahren; Spieldauer: 10 bis 20 Minuten; Preis: ca. 20 €.
Go Go Gelato
Schade nur, dass es kein Spiel mit echten Eisku- geln gibt, Verzehr nach dem Ende eingeschlossen. Wir müssen vorliebnehmen mit „Go Go Gelato“ und Plastikkugeln groß wie Tischtennisbälle.
„Go Go Gelato“ steht in der Tradition von Knobel- und Ge- schicklichkeitsspielen wie „Dr. Eureka“ und „Dr. Microbe“. Vier kleine Eisverkäufer verfügen je- weils über vier Wa eln, die grü- nen, pinken und gelben sind dabei mit einer gleichfarbigen Eiskugel ausgestattet, die blaue Wa el bleibt zu Beginn leer.
Ähnlich wie bei den Vorgän- gerspielen geben Karten Aufga- benstellungen vor, deren Um- setzung viel Geschick verlangt,
da keine Kugel mit den Händen berührt werden darf. In den mei-
sten Fällen geht es darum, sie umzutopfen. Einfache Aufgaben
sehen so aus: Die rote Kugel
muss in die blaue Wa el, die
gelbe in die grüne und umge-
kehrt, sodass am Ende die pin-
ke Wa el leer bleibt. Etwas an- gewandte Logik bei der Reihenfolge des Kugelwechsels und viel Fingerfer- tigkeit sind nötig, damit ein schnelles Ergebnis erzielt werden kann, um die Aufgabenkarte zu gewinnen.
Etwas schwieriger sind die Eispyrami- den, bei denen die leere Wa el als Bin- deglied zwischen unterer und oberer gefüllter Eistüte eingebaut werden muss.
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