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                      SPIELMITTEL KINDERSPIELE VON EXPERTEN GETESTET Alles zum Thema Spiele auf: www.spielbox.de
                            kleine Magier sogar zwei Kristalle. Eben- so funktioniert der sog. Ringsprung, bei dem das Kind, das an der Reihe ist, den Ring über den Magnetstein hält, von dem aus er nach oben katapultiert wird. Alle
Junior Pharao
Der zerstreute Pharao“ von Gunter Baars erschien 1997 und hat seitdem mehrere Neuauflagen hinter sich. Aus Verlagssicht liegt es nahe, einen Erfolg wie diesen weiter ausbauen zu wollen. Bühne frei für den „Junior Pharao“.
Wer die Regeln des Originals kennt, muss nicht viel Neues lernen. Es wer- den Pyramiden verschoben und unter diesen Dinge gesucht – diesmal Mu- mientiere. Stolpert man über das falsche Tier, ist der Zug zu Ende, findet man das richtige, darf man die entspre- chende Karte behalten. Menschliche Mumien wechseln ihre Position mittels der Drehscheibe unter dem Spielplan und sind etwas schwerer zu finden.
„Junior Pharao“ vereinfacht den Klassi- ker durchaus. Es gibt keine Sonderakti- onen mehr (außer Sandstürme in der Profivariante) und keine zusätzlichen Chips. Da aber auch das Pyramidenfeld kleiner wird und die Tiere fest auf dem Plan aufgedruckt sind (im Original wer- den die Schätze immer wieder neu ver- teilt), ist es einfach, sich ihre Positionen zu merken. Das gilt vor allem, wenn
sind schließlich am sog. Ringtanz beteili- gt. Eine Art Roulettekreiseln um den Ma- gnetstein, bei dem die Kinder Tipps auf die erwartete Farbe abgeben.
Wenn jemand nach etwa 15 Minuten
mehrere Partien direkt hintereinander gespielt werden. Dessen scheint sich auch der Verlag bewusst zu sein, eine Ersatz-Spielfläche liegt direkt bei. Auch diese ist jedoch allzu schnell bekannt.
Die Altersempfehlung für „Der zer- streute Pharao“ liegt bei sieben Jahren, „Junior Pharao“ setzt bei fünf Jahren an. In der Realität dürfte die Zielgruppe, die für das Original zu jung ist, an der Kopie aber dauerhaft Spaß hat, wohl
die notwendigen acht Kristalle in vier Far- ben gewinnen konnte, steht üblicherwei- se sofort eine Revanche an.
Tatsächlich steuern lässt sich eigentlich nur der Ringsprung, bei dem man mit leichter Schrägstellung gezielt Eckfelder anvisieren kann. Alles andere ist Glück, vor allem das Tippen beim Kreiseln des Ringes. Das stört Kinder aber wenig. Sie spüren die magnetische Kraft und haben dadurch das Gefühl, diese in den Griff zu bekommen. Sie sorgen für das Auslösen dieser Kraftmomente, und das bereitet ih- nen Vergnügen.
Sehr schön hat die Autorin das Pro- blem des Endspiels gelöst. Kristalle, wel- che die Kinder schon gewonnen haben und deshalb nicht mehr sammeln müs- sen, dürfen sie zum Eintauschen weiterer Aktionen nutzen. Damit wächst ihre Chance auf den Sieg. W. Herold
„Ring der Magier“ (Drei
Magier) von Kirsten Hiese; für r
2–4 Kinder ab ca. 5 Jahren; Spieldauer: ca. 15 Minuten; Preis: ca. 32 €.
eher klein sein und der Kauf des Originals die bessere Alternative.
Katrin Reil
„Junior Pharao“ (Ravensburger) von Gunter Baars; für 2–4 Kinder ab ca. 5 Jahren; Spieldauer: ca. 15–20 Minuten; Preis: ca. 26 €.
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