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immer sortenrein –, mit Streuseln selbi- ge dekorieren. Falls beides nicht geht, darf genascht werden. Dann wandert ein Keks vom Backblech herunter zu- rück in den Vorrat.
Plätzchen um Plätzchen füllen sich die Backbleche. Sobald eines voll ist, wan- dert es in den Ofen. Ein geschickter Timing-Mechanismus regelt, wann die Kekse fertig gebacken sind und wie lan-
ge eine Partie insgesamt dauert. Wenn es alle gemeinsam scha en, vor dem Feierabend alle vier Sorten fertigzustel- len, haben sie gewonnen.
Die Stärken von „Cookies“ liegen eher im Thema und in der Ausstattung als in dem zwar soliden, aber doch sehr einfa- chen Mechanismus. Das Gesamtpaket sorgt dafür, dass Kinder trotzdem gerne am Ball – oder am Blech – bleiben. Der
unweigerliche Heißhunger auf Kekse muss allerdings unter Risiken und Ne- benwirkungen genannt werden.
„Cookies“ (Huch) von Hartmut Kom- merell; für 2–4 Kinder ab ca. 5 Jahren;
Spieldauer ca. 30 Minuten; Preis s
27 €.
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Der geheimnisvolle Zaubersee
Vom Trend zum Dauerbrenner: Kooperative Mechanismen ha- ben sich als feste Größe eines jeden Jahrgangs etabliert. Auch „Der geheimnisvolle Zaubersee“ muss im Rudel überquert werden.
Drei kleine Magier – ein Schelm, wer Böses dabei denkt – und Kater Kasimir sollen von Seerose zu Seerose über das Wasser ziehen, bevor der böse Zauberer Rabenhorst sie schnappt. Dieser hat einige der Blätter verhext, sodass die Figuren dort wie angegos- sen stehen bleiben. Nur mit Hilfe der magischen Tiere, die in Form eines Me- momechanismus zum Einsatz kom- men, lässt sich der Zauber lösen.
Was klingt wie Magie, ist in Wahrheit Magnetismus: Unter dem Plan befinden sich Pappstreifen mit magnetischen Stellen, die von hinten nach vorne ein- geschoben werden, wenn Rabenhorst
auf einem Plättchen zu sehen ist. Da- durch verändert sich das Magnetfeld, und die Figuren auf dem See werden zurück in Richtung Burg gezogen. Zum rettenden Holzsteg auf der anderen Seite gelangt nur, wer sich den mag- netfreien Weg einprägt und u. U. die Hilfe der magischen Tiere in Anspruch nimmt.
Das Einschieben der Wasserstreifen und die magnetischen Bewegungen klappen leider nicht immer, wie sie sol- len. Speziell jüngeren Kindern fehlt oft noch das nötige motorische Feingefühl, und schnell verhakt sich unten ein Streifen oder oben geraten die Figuren durcheinander. Dieser technische Man- gel ist bedauerlich, denn „Der geheim- nisvolle Zaubersee“ ist an sich originell, schön gestaltet und eine interessante Herausforderung für junge und alte Köpfe. Katrin Reil
„Der geheimnisvolle Zaubersee“
(Drei Magier) von Anna Oppolzer und Stefan Kloß; für 2–5 Kinder ab ca. 5 Jahren; Spieldauer ca. 15 Minuten; Preis ca. 37 €.
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