Page 3 - Spielmittel_4_2018
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Liebe Leser,
schreiben Meteorologen den Wetterbericht für morgen, können sie auf recht zuverlässige Wahrscheinlichkeiten bauen. Fragt man sie
aber danach, ob nächste Woche oder gar nächsten Monat die Sonne scheint, wird die Sache schon weniger eindeutig. Wie soll man vorhersagen, welche Spielzeuge Kinder im kommenden Jahr toll finden? Dieser eigent- lich unmöglichen Herausforderung stellt sich regelmäßig das Trendkomitee der Nürnber- ger Spielwarenmesse. Ein internationales Team von Journalisten und Marktforschern schaut sich an, was die junge Zielgruppe auf der ganzen Welt bewegt, und destilliert daraus übergreifende Trends, denen Fach- händler schon Ende Januar auf der Bran-
chenschau begegnen werden.
Eines der drei Trendthemen für 2019 wurde „Ready, Steady, Play!“ getauft und
umschreibt Produkte, die nicht nur spielerisch Spaß machen, sondern Kinder auch dazu anregen, sich zu bewegen
und körperlich aktiv zu werden – ein
Gegenentwurf zu unserem oft schon
zu bequemen Alltag. Um Überra-
schungen drehen sich Spielideen bei
„The WOW E ect“: Immer mehr Her-
steller setzen auf blickdichte Verpa-
ckungen und verraten wie bei einer
Wundertüte erst nach dem Ö nen,
welchen kleinen Schatz zum Sam-
meln man ergattert hat. Der dritte
Trend widmet sich spielbegeisterten
Erwachsenen, die die Grenzen zwi-
schen „kids“ und „adults“ verwi-
schen: „Toys 4 Kidults“ zeigen,
dass in praktisch jedem „Großen“ noch
ein verspieltes Kind schlummert; mit den richtigen Einfällen lässt es
sich nur zu gern herauskitzeln, sei es mit Deko-Spielzeug, aufwendigen Bausät- zen oder nostalgischen Retro-Lizenzen.
Etwas von einer Wundertüte hat auch wieder diese erste Weihnachtsausgabe von SPIELMITTEL, denn von Eisenbahnen über Adventskalender, Puppen,
Kuscheltiere, Lern- und Bastelspaß bis hin zu lustigen Familienspielen könnten die Geschenkideen kaum bunter und
abwechslungsreicher sein.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihre Spielmittel-Redaktion
NEU in SPIELMITTEL: Augmented Reality
Ein mediales Instrument, das gerade noch am Anfang steht, aber voller faszinierender Möglichkeiten steckt, ist „Augmented Reali- ty“ (AR). Darunter versteht man – wörtlich übersetzt – eine „Erweiterung der Realität“ um eine zusätzliche, virtuelle Ebene. So las- sen sich mit Hilfe einer App und eines Mobil- geräts Videos, Animationen und andere di- gitale Inhalte zum Beispiel auf die Seiten einer „analogen“ Zeitschrift zaubern. Sie können es selbst gleich mal ausprobieren:
Laden Sie sich für iOS oder Android im je- weiligen App Store das kostenlose Pro- gramm „myAR – Augmented Reality“ herun- ter, entwickelt von der Bamberger Firma HOCHVIER, die auch die Layouts für SPIEL- MITTEL entwirft.
Ö nen Sie die App und halten die Kamera Ihres Smartphones auf die Titelseite der ak- tuellen Ausgabe, beginnt ein Film zum Co- ver-Motiv von Märklin.
Das „myAR“-Logo zeigt, dass sich hier ein virtueller Bonus versteckt.


































































































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