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tierte, bestätigt das. „Ein spannendes Spiel, das richtig gut gemacht wurde, mit den Drachen, den Höhlen, den Eis- ringen und den Funkelsteinen.“ Seiner Mitschülerin Milana gefiel besonders, „dass der Drachenpapa dabei ist.“ Auch sie zeigte sich begeistert über die Glit- zersteine. Angetan waren die Kinder be- sonders von der Präsentation der Firma aus Bad Rodach, die riesige Funkel- steine in einem Baderingturm zeigte. Mit „Funkelschatz“ zielt die Kinderjury auch auf jüngere Kinder ab fünf Jahren, wogegen die Konkurrenzspiele erst ab dem Schulalter spielbar sind.
Ein weiteres Autorenpaar durfte sich über die Nominierung zum „Kinderspiel des Jahres“ freuen. Die beiden Dänen As- ger Harding Granerud und Daniel Skjold Pedersen arbeiten seit Beginn dieses Jahres als professionelles Autorenteam an Spielentwicklungen. Einen gewissen Bekanntheitsgrad haben sie bisher vor allem durch das Fahrradrennspiel „Flam- me Rouge“ erlangt. Ihr nominiertes Ge- schicklichkeitsspiel „Panic Mansion“, das Blue Orange herausgebracht hat, ist aber ihr erster großer Erfolg.
Nächtlich scheint ein Spukhaus auf dem Hügel zu tanzen, ruhig bleibt kein Raum, wenn sich Geister, Schlangen, eklige Kreuzspinnen und Augen in den Räumen vergnügen. Neben dem Getier sind auch noch zwei Gespenster und ein Abenteurer unterwegs. Je nach Schwierigkeitsgrad liegen unterschied- lich viele Gegenstände in den acht Räu- men von vier Pappschüttelboxen. In der einfachen Variante starten bis zu vier Kinder mit einem Abenteurer, einem
und muss mit Handi- cap in die nächste Runde starten, da eine Schlange in seinen Räumen kriecht oder ein Augapfel kullert.
Wer sich als erster fünf Karten erschüttelt hat, gewinnt dieses Einfüh- rungsspiel mit wach- sendem Schwierigkeits- grad. „Mit Varianten wandelt sich das muntere Kinderspiel zu einem herausfordernden Familienspiel. Dieses ver- rückte Spukhaus ver- breitet nicht Angst und Schrecken, sondern rei- nen Spielspaß“, meint die Kinderjury in ihrer Be-
gründung.
Der Favorit der Kinder auf der Preis- verleihung war übrigens das bei HUCH! erschienene „Emojito!“. Überraschung, Ärger, Freude, ganz viele Emotionen zeigten sich bei der Vorbereitung der Spiele der Klasse 2e aus Altona. Die kreative Mischung aus „Dixit“ und „Ac- tivity“, die sich der Litauer Urtis Šulinskas hat einfallen lassen, begeis- terte die achtjährigen Schüler, die in ih- rem Alter doch deutlich über der Ziel- gruppe des Siegerspiels lagen.
Šulinskas‘ Ansatz: Ein Kind zieht eine Stimmungskarte und bietet diese der restlichen Gruppe mittels Mimik, Ge- räuschen oder einer entsprechenden
Gespenst und drei Schatztru- hen. Alle versu- chen gleichzei- tig, eine Karten- vorgabe zu er- füllen, die farb- lich einen Raum vorgibt, in dem nur Abenteurer und Schatztru- hen zusammen- kommen dürfen. Wer als erster fertig ist, be- kommt die Karte
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