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SPIELMITTEL KINDERSPIELE VON EXPERTEN GETESTET
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Polar Party
Sind die Eltern aus dem Haus, schmeißt der Nachwuchs eine Party. Das gilt o enbar auch bei Pinguinen. Hier feiern sie mit einem „Can’t-Stop“-Mechanismus. Die Kinder würfeln und schnappen sich Eisschol- len mit Fischen, wenn sie das entspre- chende Symbol haben. Der Fang ist al- lerdings erst einmal noch ungesichert,
und wenn Wilbur der Wal kommt, geht alles verloren. Sichern können die Pin- guine ihre Beute, indem sie nicht mehr die Eisberge hinunterrutschen, sondern sich auf den Schollen schlafenlegen. Möglichst viele Fische zu fangen, bevor Mama und Papa Pinguin wieder vor das Iglu gezogen sind, ist das Ziel.
Das Spielprinzip ist im Wesentlichen
ein Rückgri  auf Altbewährtes. Wie jede gute Feier lebt auch die „Polar Party“ deshalb von Thema und Ausstattung. Die Geschichte ist in sich stimmig, al- tersgerecht und von Gra k und Material passend umrahmt. Die Pinguinkinder spielen auf Eisbergen aus reißfestem Papier, das man immer wieder neu for- men kann und das auch nach etlichen Partien noch einen guten Eindruck macht. Wal Wilbur ist ein freundlich illustrierter Pappriese, der mittels Gum- mibandes am Schwanz richtig zu- schnappen kann. Und die Pinguineltern bewegen sich als opulent große Holz - guren aufs Iglu zu. „Polar Party“ er ndet das Rad nicht neu. Die Einbettung eines Mechanismus in einen thematischen Rahmen und die schöne Ausstattung machen das Spiel aber trotzdem zu einem Hingucker für Vorschulkinder.
„Polar Party“ (Pegasus Spiele) von Lies- beth Bos u. Anja Dreier-Brückner; für 2–4 Kinder ab ca. 5 Jahren; Spieldauer ca. 10–20 Minuten; Preis ca. 25 €.
deckt Truhen, die sich als prall gefüllt oder gähnend leer erweisen. Altbe- kanntes Seeräuberziel: Bei Spielende nach mehreren Runden die meisten Schätze gesammelt zu haben.
Gerecht ist „Das verfluchte Piraten- gold“ sicherlich nicht immer. Der eine greift ungestraft eine ganze Hand voll Münzen, der andere nimmt nur zwei und hat sofort Pech. Trotzdem verstehen Kin- der schnell, dass sie unterschiedlich mu- tig agieren sollten, je nachdem, wie viel Gold und schwarze Münzen schon aus dem Beutel ge scht wurden. Und das befriedigende Gefühl, Münzen in den Schlitz der eigenen Schatztruhe plump- sen zu lassen, wird nie langweilig.
Katrin Reil
„Das verfluchte Piratengold“ (Haba) von Pau Moré; für 2–4 Kinder ab ca. 5 Jahren; Spieldauer ca. 20 Minuten; Preis ca. 15 €.
Das verfluchte Piratengold
Altbekanntes Seeräuberproblem: Man plündert ein wenig hier, kapert ein wenig da, folgt einer Schatzkar- te auf eine abgelegene Insel – und dort erwarten einen nicht nur die ersehnten Reichtümer, sondern auch Unheil.
„Das verfluchte Piratengold“ steckt zusammen mit ganz unverdächtigen Münzen in einem Sto säckchen. Jeder
darf nach Herzenslust zugreifen. Aber nur wer ausschließlich echtes Gold  n- det, darf dieses auch behalten und in die eigene Truhe werfen.
Zieht ein Pirat schwarzes Gold, so ist sein ganzer Fund aus diesem Zug ver- flucht und kommt wieder zurück in den Beutel. Nur eine schwarze Münze bleibt draußen, so entsteht ein Timing-Mecha-
nismus. Sobald alles verfluchte Gold gefunden ist, wird ge- zählt. Wer am wenigsten er- beutet hat, be- kommt als Hilfe- stellung Papa- geienkarten mit zusätzlichen Münzen. Da- nach gibt es entsprechend des neuen End- standes ver-
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