Page 25 - Spielmittel_1_2019_Blaetterkatalog
P. 25

Kai Haferkamp
und mir mit der anderen Hand bedeutete, dass wir noch weitere Mitspieler brau- chen würden. Gesagt, getan, und so bildeten wir aus mehreren Kindern ei- nen Kreis, und der kleine Junge zeigte uns, was wir zu tun hatten: Es galt, den jeweiligen Nachbarn mit der einen Hand abzuklatschen, während man reihum versuchen musste, seinerseits die Hand schnell genug wegzuziehen: ein ein- faches, kleines und dabei so „großes“ Spiel. Denn dass bei diesem Spiel die Berührungsängste im Nu verschwun- den waren und alle Kinder gemeinsam lachten und Spaß hatten, liegt buch- stäblich auf der Hand. Der kleine Junge indessen strahlte und war stolz, uns ein Spiel beigebracht zu haben, das – wie meine Recherchen ergaben – tatsäch-
lich aus seiner Heimat stammte. In die- sem Moment wurde mir klar, dass Spie- len eine Sprache ist, die man weltweit versteht. Und dass ein Spiel Menschen zusammenbringen kann und Berüh- rungen ermöglicht, auf die man gemein- sam bauen kann.
Was war das zweite Schlüsselerlebnis?
Kai Haferkamp: Die Idee, aus dieser Er- fahrung heraus ein neues Spiel zu ma- chen, hätte ich wohl gar nicht umge- setzt, wenn ich nicht bei einem Tre en in Ravensburg von diesem berührenden Spielerlebnis erzählt hätte. Doch damit rannte ich bei den Ravensburgern of- fene Türen ein! Eigentlich jeder in der Runde konnte aktuell von Erlebnissen mit Kindern aus anderen Kulturkreisen erzählen. Und alle machten dieselbe Er- fahrung, dass das Spielen eine wichtige Schlüsselrolle zum gemeinsamen Erle- ben, Lachen und Miteinander ist. Die Zeit war einfach reif, dass beide Seiten, Autor und Verlag, das Spiel als verbin- dendes Element entdeckten, das Kin- der aus verschiedenen Ländern zusam- menbringt! Spielen ist wie ein Band, das
um die Welt reicht – das beschreibt wohl am besten das Bild, das wir plötz- lich alle vor Augen hatten und das uns gemeinsam fasziniert hat.
Wie kam es nun, dass aus den Erleb- nissen eine ganze Sammlung von Spielen aus aller Welt wurde?
Kai Haferkamp: Wer letztendlich den entscheidenden Satz gesagt hatte, weiß ich gar nicht mehr. Mit Feuereifer haben wir uns jedenfalls ans Werk gemacht. Ich habe unzählige Bücher über Spiele in fremden Kulturen konsultiert, im In- ternet recherchiert, Freunde und Be- kannte gefragt und nach und nach eine große Liste an möglichen Spielen rund um den Globus zusammengetragen. Auch die Ravensburger Redaktion machte sich intensiv auf die Suche. Ge- meinsam haben wir aus einer Vielzahl an Spielideen jene ausgewählt, die uns als besonders schön und gut umsetz- bar erschienen.
www.ravensburger.de
DREI KESSEL
Buntes
S
Sp
Hexerei – oder doch? Beim rasanten
pielspaß ist keine H
„
pibus“ lässt Ravensburger zwei bis drei
„Hokus Pokus Flip
Zau
e ab sechs Jahren magische Zutaten in
ub
berlehrlinge
e
i ihr
l hexen. Die Mixturen von Professor Flipi-
ren Ke
ess
se
el
l
en zum Beispiel mit Krötenschleim, Flie-
g
gen verleihen Flügel. Berühren die jungen
Mischkünstler mit ihrem Zauberstab den Chip mit der gewünschten Ingre- dienz am Rand, fliegt sie in den Kes- sel – oder daneben. Jeweils drei Zu- taten ergeben einen Zaubertrank. Der erste Spieler mit drei erfolg- reich gebrauten Elixieren ge-
winnt die Partie.
„Kinderspiele aus aller Welt“ im Shop von Ravensburger:
bus bring
ge
genpilz
z und Spinnenbeinen Haare wieder zum
Wac
chsen. Verschiedenfarbige Glubschau-
Alters- | unverbindliche Preisempfehlungen: „Kinderspiele aus aller Welt“
4-7 Jahre | 25,99 €, „Hokus Pokus Flipibus“ ab 6 Jahren | 26,99 €
293 | SPIELMITTEL 51/20194


































































































   23   24   25   26   27