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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
23.05.22: Spiele Max verordnet sich Marken-Neustart
23.05.22: Neue Führungskräfte bei Schleich
08.05.22: DVSI-Beirat Spielen gegründet
25.04.22: Dt. Videospielmarkt 2021 um 17 % gewachsen
13.04.22: Mattel stellt auf nachhaltige Rohstoffe um


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Spiele Max verordnet sich Marken-Neustart

23.05.22: Der Spielwarenhändler Spiele Max lässt die Folgen der
Pandemie nach eigener Aussage hinter sich und geht mit
neuer Firmierung aus seinem Sanierungsprozess
hervor. Für die bundesweit 45 Filialen und den eigenen Online-
Shop wurde am 2.5. das erste eigene Logistikzentrum
bei Leipzig eingeweiht. Von diesem zentral im Vertriebsgebiet
gelegenen Ort steuert das Unternehmen ab sofort sämtliche
Lager- und Transporttätigkeiten für alle Vertriebskanäle. Das
neue Logistikzentrum umfasst mehrere Hallen mit insgesamt
rund 10.000 m² Fläche.

Nicht zuletzt soll das Sortiment in den kommenden
Wochen erheblich ausgebaut werden. Zielstellung ist
dabei die Ausweitung des Online-Sortiments auf über
40.000 Artikel. Frischen Wind erhofft sich Spiele Max laut
Geschäftsführer Thomas Schulze auch von dem bereits
vollzogenen Neustart der Marke „spielemax.de“, welche
als farbenfroh, auffällig, modern und vielseitig kommuniziert wird.

Neue Führungskräfte bei Schleich

23.05.22: Der Spielwarenhersteller Schleich stellte drei
Neuzugänge auf strategischen Positionen vor. Neuer Chief
Operation Officer (COO) ist seit Mitte Mai Dr. Carsten
Setzer
. Er folgt auf Alison Jones, die den Posten
seit Mai 2020 ausübte. Setzer soll unter anderem an der
Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie von Schleich mitwirken,
in deren Rahmen in den kommenden Jahren entsprechende
Prozesse und nachhaltige Materialien eingeführt werden sollen.

Seit 1.4. verantwortet Kristin Malbrant als Head of PR
and Corporate Communication die interne und externe
Kommunikation bei Schleich. Malbrant war zuletzt beim
Kosmetikhersteller L’Oréal als Senior Manager Communications
and Engagement für die Märkte Deutschland und Österreich
tätig.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie soll Dr. Philipp
Hummel
eng mit den beiden zusammenarbeiten, der als
dritter Neuzugang seit Januar als Head of Sustainability
(Nachhaltigkeit) fungiert. Die neu geschaffene Position soll den
Stellenwert der nachhaltigen Transformation bei Schleich
unterstreichen. Hummel ist für den Auf- und Ausbau sowie die
Implementierung der globalen Nachhaltigkeitsstrategie
verantwortlich.

DVSI-Beirat Spielen gegründet

08.05.22: Anfang April kamen auf Einladung des DVSI (Deutscher
Verband der Spielwarenindustrie) sechs führende Köpfe aus der
spiel- und sozialpädagogischen Forschung, den Kultur- und
Medienwissenschaften sowie der Pädagogik zusammen, um
den DVSI-Beirat Spielen zu gründen. Aufgabe des
neuen Expertengremiums soll es u.a. sein, mit eigenen
Vorstellungen und Ideen „das Bewusstsein für die
gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Spielens zu schärfen.“

Laut DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil sei der neue
Beirat Spielen weder Sprachrohr der Industrie noch ein
Kontrollgremium
. Eine zentrale Aufgabe des Beirates werde
es dabei sein, durch fachspezifische, kritische Beiträge den
DVSI zu beraten
und bei der Ausrichtung seiner
Programmarbeit konstruktiv zu unterstützen.

Der Beirat, der für vier Jahre seine Arbeit aufgenommen hat,
fixierte bei seiner ersten Sitzung gleich zwei Arbeitsbereiche, die
das Gremium in den nächsten Jahren beschäftigen werden.
Zum einen soll „Spielen“ als immaterielles Kulturgut
aufgenommen werden, wie „Märchen erzählen“ seit 2016 als
immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. Der Beirat folgt damit der
Strategie von Spiele-Autoren und Spiele-Verlagen, die analoge
Spiele in die Sammlung der Deutschen Nationalbibliothek (DNB)
aufgenommen sehen möchten. Der zweite Arbeitsbereich
konzentriert sich auf die Gründung eines Bundesinstitutes
für Spielwissenschaften
. Wie ein solches Institut
organisatorisch und inhaltlich aussehen könnte, darüber
will der Beirat in den nächsten Sitzungen, die mindestens
zweimal jährlich stattfinden, diskutieren.

Dt. Videospielmarkt 2021 um 17 % gewachsen

25.04.22: Der deutsche Videospiel-Markt konnte nach dem
Wachstumssprung 2020 auch im Folgejahr laut dem
game – Verband der deutschen Games-Branche und
Daten des Marktforschungsunternehmens GfK deutlich
zulegen. So wurden 2021 mit Spielen, Gebühren für
Online-Dienste sowie Spiele-Hardware rund 9,8 Mrd. €
umgesetzt. Das bedeutet ein Plus von 17 % im
Vergleich zu 2020, als der Markt in Deutschland um 32 %
gewachsen war, was unter anderem an neuen Spielern lag, die
während der Corona-Pandemie hinzugekommen waren. Die
größten Wachstumstreiber waren die Nachfrage nach
Spiele-Hardware, vor allem nach Spielekonsolen (+23
%) und Zubehör für Spiele-PCs (+22 %), sowie In-
Game- und In-App-Käufe
(+30 %). Obwohl manche
Spielekonsolen im Handel nach wie vor häufig vergriffen waren,
stieg der Umsatz dennoch um 23 % auf 808 Mio. €. Rund 1 Mrd.
€ wurde mit Spiele-PCs umgesetzt. Der Umsatz mit Spiel-PC-
Zubehör stieg auf rund 1,5 Mrd. €. Um 11 % auf 306 Mio. € legte
der Umsatz mit Zubehör für Spielekonsolen zu.

Der Umsatz mit Computer- und Videospielen wuchs
2021 insgesamt um 19 % auf rund 5,4 Mrd. €. Stärkster
Wachstumstreiber hierbei waren abermals die sogenannten In-
Game- und In-App-Käufe, die auf rund 4,2 Mrd. € zulegen
konnten. Hintergrund sei der anhaltende Trend zu Free-to-Play-
Spielen (also im Prinzip kostenfrei spielbaren Spielen) sowie die
insgesamt längere Unterstützung einzelner Titel, die immer
wieder mit neuen kostenfreien oder kostenpflichtigen Inhalten
versorgt werden. Dagegen ist der Umsatz mit dem einmaligen
Kauf von Spielen um 9 % auf rund 1,1 Mrd. € gesunken. Auch
der Umsatz mit den monatlichen Abonnement-
Gebühren
für einzelne Spiele ging im letzten Jahr um 11 %
auf 145 Mrd. € zurück. Der Umsatz mit Online-Diensten
ist 2021 um weitere 4 % auf 720 Mio. € gestiegen. Entscheidend
zu diesem Wachstum haben Abo-Dienste wie der Xbox Game
Pass, EA Play und Ubisoft+ beigetragen, deren Umsatz um 22
% auf 220 Mio. € gestiegen ist.

Mattel stellt auf nachhaltige Rohstoffe um

13.04.22: Der US-Spielzeughersteller Mattel erweitert sein
Sortiment dieses Jahr um Neuheiten, die sich durch
besonders umweltschonende Rohstoffe auszeichnen
sollen. So wurde die Bausteinserie „MEGA BLOKS Green
Town“
für Kinder ab einem Jahr als „CarbonNeutral“
(sinngemäß CO2-neutral) zertifiziert: Dieses Siegel erhielt das
Unternehmen, indem es Kohlenstoffkompensationen (weniger
als 500 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente) vom kanadischen
„Darkwood Forests Conservation“-Projekt erwarb. Die
Baukästen wie ein „Bau- & Lernspaß Eco Haus“ oder ein
„Anbauen & Ernten Farmspaß Set“ bestehen zu mindestens 56
% aus pflanzlichen Materialien und zu mindestens 26 % aus
sogenannten biokreisförmigen Kunststoffen, wie es die
ISCC (International Sustainability & Carbon
Certification) vorschreibt. Spielerisch vermitteln die Produkte
umweltfreundliche Verhaltensweisen wie Mülltrennung oder die
Wahl erneuerbarer Energiequellen.

Zu 99 % stammen auch die Materialien eines Tesla-
Roadsters
von Matchbox aus dem Recycling, was
ihn laut Mattel zum ersten Die-Cast-Auto macht, das dies
erreicht und obendrein als „CarbonNeutral“ zertifiziert ist. Bis
2030 will Mattel alle seine Produkte und Verpackungen komplett
aus recycelten, recycelbaren oder biobasierten Kunststoffen
fertigen.
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