MailAdminSpielzeugbranche aktuell

Seit 1980 ist der "BRANCHENBRIEF INTERNATIONAL - Spielzeugbranche aktuell" der Informationsdienst der Spielwarenbranche, bekannt unter dem Kürzel "BB". In konzentrierter Form bietet der "BB" topaktuelle Meldungen, Nachrichten, Kommentare und Hintergrundinformationen in digitaler Form für alle Entscheidungsträger der deutschsprachigen Spielwarenbranche weltweit.

Branchenbrief aktuell

Sie lesen hier nur einen kleinen Auszug aus unserer Printausgabe.
Zum Kennenlernen bieten wir Ihnen ein kostenloses Schnupper-Angebot.

Übersicht
06.12.21: Top 10 Spielzeug 2021: die Gewinner
06.12.21: Dt. Spielzeugumsatz bis Oktober + 8 %
22.11.21: Self-Checkout an der Kasse breitet sich aus
22.11.21: Große Unterschiede bei Kaufkraft innerhalb Europas
08.11.21: Lieferprobleme bleiben "Sand im Getriebe" der Erholung


Ältere  Meldungen

Top 10 Spielzeug 2021: die Gewinner

06.12.21: Wie jedes Jahr zu dieser Zeit hat der Bundesverband des
Spielwaren-Einzelhandels
(BVS) auch kürzlich wieder seine
„Top 10 Spielzeug“ veröffentlicht, eine Bestenliste mit
potenziellen Spielzeug-Verkaufsschlagern fürs kommende
Weihnachtsfest. Gewählt wurden die Produkte vom BVS mit
Unterstützung der Fachhändler / Handelsverbände SPIEL &
SPASS, SPIELZEUG-RING, Smyths Toys, VEDES

und ROFU Kinderland.

Unter 42 Nominierten gelangten die folgenden Hersteller
schließlich in die Top 10: Ravensburger holte zwei
Auszeichnungen mit dem Gesellschaftsspiel „The
#UpsideDownChallenge“
, bei dem eine Prismenbrille
Herausforderungen optisch auf den Kopf stellt (Preisempfehlung
24,99 €), und mit „SAMi - Dein Lesebär!“ (69,99 €),
einem interaktiven Eisbären, der aus kompatiblen
Kinderbüchern vorliest und erkennt, wenn die Hörer eine Seite
umblättern. Weitere Preise gingen an Bruder Spielwaren
für die Spielversion des Schwerlast-Gabelstaplers Linde
HT160
samt Paletten und Gitterboxen (ca. 45 €), an
Schleich für das Dino-Spielset „Die Große
Vulkanexpedition“
mit Vibrationen, Lichteffekten und echtem
Rauch (99,99 €) sowie an Clementoni für das
„Galileo Bio Gewächshaus“ (27,99 €), in dem Kinder
eigene Pflanzen züchten können. Ein weiterer Sieger kommt mit
dem „Modernen Familienhaus“ (49,99 €) von Lego
City
, inklusive Elektroauto, Solarmodulen und
Gemüsegarten. Playmobil wurde für seine „Dino
Rise“-Spielwelt
(4,99 – 129,99 €) geehrt, die Dinosaurier in
die heutige Zeit holt und mit High-Tech-Accessoires kombiniert.
Ebenfalls in die Rangliste schafften es die interaktive Puppe
„Kindi Kids Shiver & Shake Rainbow Kate“ von
Moose Toys, die über 40 Sätze spricht und zittert, wenn
sie krank wird (49,99 €), das „Vulkan Arena Spielset“ der
Mattel-Marke Hot Wheels, bei dem Autos in
einen ausbrechenden Vulkan fallen (139,99 €), und das „H2
Fuel Cell Car“
von fischertechnik (89,90 €), ein
Baukasten für ein Wasserstoff-Auto, das mit einer echten
Brennstoffzelle Wasser in Sauer- und Wasserstoff spaltet.

Prämierte Hersteller beteiligen sich finanziell an der „Top 10“-
Marketingaktion und dürfen mit dem Logo des Preises werben.

Dt. Spielzeugumsatz bis Oktober + 8 %

06.12.21: Laut npd group konnte sich der Spielwarenumsatz
in Deutschland
im Zeitraum Januar bis Oktober
2021
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 %
bzw. 141 Mio. € steigern. Dieser sehr positive Trend
kommt aus den ersten vier Monaten des laufenden Jahres; ab
Mai kühlte sich der Trend wieder ab, ist aber trotzdem über dem
hohen Vorjahresniveau. Erst in den Monaten August bis Oktober
hat sich der Umsatz der Spielwarenbranche auf der gleichen
Größenordnung wie im Vorjahr eingependelt. 2020 war mit einer
Steigerung von 11 % ein Rekordjahr gewesen.

Den größten Zugewinn verzeichnete der Bereich
Baukästen. Hier dominiert Lego mit Themen
wie Lego Technic, Star Wars oder Harry Potter und zweistelligen
Zuwachsraten. Im Bereich Spiele/Puzzles sind es die
Firmen Amigo mit den Pokémon-Sammelkarten,
Kosmos mit der „Exit“-Spielereihe und
Ravensburger mit seinen etablierten Produktlinien sowie
Lizenzartikeln zu Spin Masters Kinderserie „Paw Patrol“, die den
größten Umsatzgewinn verzeichnen können. Diese drei Firmen
stehen für über 50 % des Wachstums in der gesamten Sparte.

Der Umsatz mit Lizenzspielzeug wuchs um 16 %, also
deutlich stärker als der Gesamtmarkt, an dem lizenzierte
Produkte einen Anteil von 23 % beanspruchten.

Self-Checkout an der Kasse breitet sich aus

22.11.21: In einer Studie beschäftigte sich das EHI Retail Institute
mit den Themen Self-Checkout (SCO) und Self-
Scanning
im deutschen Handel. Darunter versteht
man das eigenständige Einscannen und Bezahlen von
Artikeln im Laden durch die Kunden selbst, ohne Kassierer.
Eine Befragung ergab, dass 2021 in Deutschland
mehr als 2.300 Geschäfte ihrer Kundschaft diese
Optionen anbieten, wobei entweder an der Kasse (stationär)
oder schon am Regal (mobil) gescannt wird; dies verstehen die
Händler als zusätzlichen Kundenservice, vor allem um
Wartezeiten zu verkürzen und Umpacken an der Kasse zu
vermeiden. Gegenüber 2019 wuchs die Zahl der
Geschäfte mit stationären Self-Checkout-Systemen
deutlich
von 874 auf 1.319, die Zahl mobiler Self-
Scanning-Systeme verzehnfachte sich
sogar beinahe von
67 auf 615. Beide Möglichkeiten gleichzeitig boten 368
Standorte an, zwei Jahre davor waren es nur 29 gewesen.

Trotz des schnellen Wachstums wies das EHI darauf hin, dass
SCO noch immer eine geringe Marktbedeutung habe,
denn im Lebensmittelhandel stünden den rund 3.700 SCO-
Kassen etwa 235.000 herkömmliche gegenüber. Gleichwohl
habe SCO ein großes Potenzial, weil viele Händler bei
Umbauten oder Neueröffnungen SCO-Einrichtungen planten.

Große Unterschiede bei Kaufkraft innerhalb Europas

22.11.21: Laut GfK hat 2021 jeder Einwohner Europas
durchschnittlich ein Budget von 15.055 € für Ausgaben
und zum Sparen zur Verfügung. Damit wuchs die Pro-Kopf-
Kaufkraft gegenüber dem Vorjahr leicht um nominal 1,9 %.
Insgesamt haben die Europäer rund 10,2 Billionen € zur
Verfügung, die sie für Essen, Wohnen, Dienstleistungen,
Energiekosten, private Altersvorsorge, Versicherungen, Urlaub,
Mobilität oder Konsumwünsche ausgeben können.

Unter den 42 untersuchten Ländern gab es hierbei gewaltige
Unterschiede
, denn zwischen dem Spitzenreiter
Liechtenstein (64.629 €) und dem Schlusslicht
Ukraine (1.892 €) lagen Welten. Auf Rang 2 landete
die Schweiz (40.739 €) vor Luxemburg (35.096
€). Auch alle anderen Länder in den Top 10 wiesen eine sehr
hohe Pro-Kopf-Kaufkraft auf, die mindestens 55 % über dem
europäischen Durchschnitt lag. Neu in dieser Spitzengruppe war
diesmal Großbritannien mit 23.438 € auf Platz 10;
u.a. der stärkere Pfund-Währungskurs ließ das Vereinigte
Königreich zwei Ränge aufholen. Insgesamt lagen 16 der 42
untersuchten Nationen über dem europäischen Durchschnitt, 26
darunter.

Laut GfK habe die Kaufkraft im letzten Jahr aufgrund der
Corona-Pandemie stagniert, doch 2021 könnten die Europäer
die steigende Inflation zumindest teilweise durch nominale
Kaufkraftgewinne kompensieren
.

Lieferprobleme bleiben "Sand im Getriebe" der Erholung

08.11.21: Die Lieferprobleme vieler Branchen belasteten auch im
Oktober die Stimmung der deutschen
Wirtschaft
: Der Geschäftsklima-Index des ifo-
Instituts
sank gegenüber dem Vormonat von 98,9 auf 97,7
Punkte. Erwartungen an die Zukunft fielen immer skeptischer
aus und die aktuelle Lage der Firmen wurde weniger gut
eingeschätzt, weil Lieferketten stockten und die Kapazitäten der
Industrie nicht mehr ausgelastet werden konnten – dieser
„Sand im Getriebe der deutschen Wirtschaft“ hemme
die Erholung von der Pandemie, so ifo-Präsident Clemens
Fuest
.

Im Verarbeitenden Gewerbe gab der Index abermals
nach, da die Unternehmen mit der aktuellen Lage weniger
zufrieden waren und sich auch die Erwartungen eintrübten.
Wegen der Lieferengpässe sank die
Kapazitätsauslastung
um 2,1 Prozentpunkte auf 84,7 %.

Die Stimmung im Dienstleistungsbereich
verschlechterte sich nach der Erholung im Vormonat wieder; hier
äußerten sich die Unternehmen deutlich weniger optimistisch
hinsichtlich der nächsten Monate, bewerteten aber ihre
derzeitige Situation etwas besser.

Im Handel sank der Index deutlich, weil die Händler
spürbar weniger zufrieden mit ihren laufenden Geschäften
waren und pessimistischere Zukunftserwartungen hatten. Auch
hier belasteten Lieferengpässe die Stimmung.

Einziger Sektor mit einem positiven Trend blieb im Oktober das
Bauhauptgewerbe mit etwas besserem aktuellen Stand
und Erwartungen, die sich im sechsten Monat nacheinander
aufhellten.
Ältere  Meldungen