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Seit 1980 ist der "BRANCHENBRIEF INTERNATIONAL - Spielzeugbranche aktuell" der Informationsdienst der Spielwarenbranche, bekannt unter dem Kürzel "BB". In konzentrierter Form bietet der "BB" topaktuelle Meldungen, Nachrichten, Kommentare und Hintergrundinformationen in digitaler Form für alle Entscheidungsträger der deutschsprachigen Spielwarenbranche weltweit.

Branchenbrief aktuell

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Übersicht
01.08.22: Hape-Gruppe mit Umsatzrekord
01.08.22: Spielwarenmesse öffnet Halle 7A für Verbraucher
18.07.22: Erstes "Zusammenspiel" von DVSI und BVS
29.06.22: Fläche der Essener SPIEL wieder auf Vor-Corona-Niveau
20.06.22: Playmobil verliert Umsatz und investiert in Klimaschutz


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Hape-Gruppe mit Umsatzrekord

01.08.22: Die Schweizer Hape-Gruppe konnte ihren Umsatz
2021
nach eigenen Angaben um 37,4 % auf 315
Mio. Franken (aktuell ca. 322 Mio. €) steigern, was das
beste Jahresergebnis seit der Firmengründung 1986
gewesen sei. Als einen Hauptgrund für dieses Wachstum sieht
Hape einen Globalisierungsanteil von 80 % – je Land
erwirtschafte man höchstens 20 % des Gesamterlöses. Mit
Niederlassungen in 21 Ländern bearbeitet die Gruppe
Westeuropa, Nordamerika, China, Australien, Japan, Korea und
Chile selbst, weitere 150 Länder beliefert man über
Vertriebspartner. Ein „enormes“ Potenzial schreibt Gründer
Peter Handstein dem chinesischen Markt zu, wo Hape
seit 1996 in Ningbo, Yunhe und Songyang Holzspielzeug und
andere Produkte fertigt. Trotz teils sehr komplizierter
Rahmenbedingungen sei es der gesamten
Unternehmensgruppe gelungen, weitgehend lieferfähig
zu bleiben.

Spielwarenmesse öffnet Halle 7A für Verbraucher

01.08.22: Gemeinsam mit teilnehmenden Ausstellern aus den Bereichen
Modelleisenbahnen und Modellbau hat die Nürnberger
Spielwarenmesse
die Einführung eines
Endverbraucherangebotes
beschlossen. Zu den Initiatoren
zählen u. a. die Firmen Noch, Gebr. Faller und
Märklin aus dem Modelleisenbahnbereich sowie
Tamiya Carson aus dem Modellbau. Interessierte
Endkunden erhalten am Messewochenende Sonderzutritt zur
Spielwarenmesse für die Halle 7A. Dies sei ein langjähriger
Wunsch der Aussteller dieses Segments gewesen, erklärte
Vorstandssprecher Christian Ulrich.

Erstes "Zusammenspiel" von DVSI und BVS

18.07.22: Am 6.7. in Köln trafen sich der Deutsche Verband der
Spielwarenindustrie
(DVSI) und der Bundesverband des
Spielwaren-Einzelhandels
(BVS) zu ihrem ersten
„Zusammenspiel“, nachdem zwei Anläufe
pandemiebedingt gescheitert waren. Als multilaterales
Zusammentreffen und Networking-Event umfasste der Tag
Mitglieder- und Delegiertenversammlungen sowie ein
geselliges Beisammensein im Deutschen Sport & Olympia
Museum.

Für den DVSI präsentierten die Fachbuch-Autoren Ömer
Atiker
und Prof. Dr. Dennis Lotter eine Studie zum
Stand der Digitalisierung in der Spielwarenbranche; hier
habe sich gezeigt, dass die „Uhren in der Spielwarenbranche
offensichtlich ein wenig nach gehen“ und teils gar noch analog
arbeiteten, sodass die Branche im „digitalen Blindflug“
unterwegs sei. Sie sei laut DVSI aber ohnehin zu heterogen,
kleinteilig und komplex, als dass sie zu den Vorreitern der
digitalen Transformation gehören könne. Digitalisierung bedeute
mehr als nur die Integration von Chips in Spielwaren oder
Kostensenkung; es meine die Ausrichtung des kompletten
Geschäftsmodells auf digitale Prozesse. In der Umfrage
glaubten nur 18% der Befragten, dass die Branche gut für den
digitalen Wandel gewappnet sei. Dennoch sagten viele, dass sie
ihr eigenes Unternehmen besser auf die digitalen
Herausforderungen eingestellt sähen als die Branche insgesamt.
15% der Befragten zählten sich zu den „Digital-Pionieren“. Die
komplette Studie ist hier abrufbar:
news.dvsi.de/c/73400477/f13f822c1c4-reuhpt

Dr. Christian Sprinkmeyer, Chief Digital Officer beim
Hörspiel-Anbieter tonies, skizzierte in Köln vier
Dimensionen für ein „digitales Fitnessprogramm“:
Interne Prozesse / Systeme, digitaler Vertrieb, digitale Produkte
und Talent, wobei der intelligente Einsatz von Technologien und
der Erfolg eines Unternehmens eng miteinander verknüpft seien.
Man dürfe die digitale Transformation nicht als temporäres
Projekt betrachten, sondern müsse das Geschäftsmodell
kontinuierlich an den Bedürfnissen der Kunden weiterentwickeln.

Sascha Pallenberg, Chief Awareness Officer bei
aware_The Platform, veranschaulichte mit Beispielen
aus seiner Zeit bei Daimler und seiner Wahlheimat Taiwan, wie
pragmatisch Wandel gelebt und kommuniziert werden kann.

Das nächste „Zusammenspiel“ wird der DVSI in der Schweiz
ausrichten, nämlich am 5.-6.7.2023 in der Trauffer
Erlebniswelt in Hofstetten.

Fläche der Essener SPIEL wieder auf Vor-Corona-Niveau

29.06.22: Die Ausstellungsfläche der weltgrößten Messe für Brett- und
Kartenspiele, der Essener SPIEL, wächst 2022
gegenüber dem Vorjahr um 75 % und erreiche damit
laut Geschäftsführung schneller als erwartet wieder das Vor-
Corona-Niveau
.

Konsequent weiter ausgebaut werde auch das
Rahmenprogramm der SPIEL. So findet am Freitag, den 7.10.,
wieder der EDUCATORS’ DAY statt. Er richtet sich an
Pädagogen, Lehrende und andere Interessierte. Praxisnahe
Vorträge und Diskussionsrunden sollen aufzeigen, wie
Brettspiele im Unterricht sowie in der Gemeinde- und
Seniorenarbeit eingesetzt werden können. Ein von Asmodee
Research
gehaltenes Panel präsentiert Spiele, die für
Menschen mit kognitiven Störungen entwickelt wurden, und
zeigt aktuelle Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet.
Interessierten Pädagogen steht freitags der Saal Europa zur
Verfügung. Dort stellen Verlage an extra bereitgestellten
Spieltischen Spiele vor, die sich gut im Unterricht einsetzen
lassen. Außerdem erhalten sie am Freitag Zutritt zur
Neuheitenschau in Halle 1A, in der sie sich einen
Überblick über aktuelle Brettspielneuheiten verschaffen können.

Wissenschaftlich geht es am Samstag, den 8.10., zu. Unter dem
Titel „Mehr als nur Zeitvertreib? Brettspieleforschung in
Deutschland“
wird zu vier Podiumsdiskussionen mit den
Themen „Geschichte in Brettspielen“, „Brettspielsammlungen“,
„Repräsentation in Brettspielen“ und „Potentiale einer
Brettspielforschung für Branche und Autor:innen“ mit
Teilnehmern aus Wissenschaft und Szene geladen. Für Familien
mit kleinen Kindern wird es nach der letztjährigen Pause in
diesem Jahr wieder auf zahlreiche Animationsflächen in
der „Galeria“ etwas zu erleben geben.

Playmobil verliert Umsatz und investiert in Klimaschutz

20.06.22: Die Horst Brandstätter Group mit den Marken
PLAYMOBIL und LECHUZA (Pflanzgefäße)
berichtete von ihrer wirtschaftlichen Entwicklung im
Geschäftsjahr 2021/22. Die Zahlen des Geschäftsjahres
(1.4. 2021 bis 31.3.) hatten sich nach anfänglich guter
Entwicklung im Lauf des Jahres verschlechtert. Gründe
dafür seien Lieferkettenengpässe bei
Verpackungsmaterialien, Elektronikteilen oder Werkzeugen,
stark steigende Kunststoffkosten sowie eine extreme
Steigerung der Frachtkosten. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr der Gruppe betrug der weltweite
Gesamtumsatz 736 Mio. € (-2,8 %). Die Marke
PLAYMOBIL inklusive der Bereiche Licensing und
Freizeit blieb mit einem Minus von 4,3 % ebenfalls unter dem
Vorjahresumsatz. Besonders der PLAYMOBIL FunPark
hatte auch im vergangenen Geschäftsjahr wegen Lockdowns
und Corona-Beschränkungen starke Einbußen.

Dagegen wurde bei LECHUZA mit einem Zuwachs
von 16,3 %
erneut ein Rekordumsatz erzielt. LECHUZA
war von der schwierigen Marktsituation nicht betroffen, weil
Bestellungen für das Frühjahrsgeschäft bereits im Spätherbst
getätigt wurden. Damit haben die Designpflanzgefäße,
Pflanzsubstrate und Accessoires von LECHUZA zum zweiten
Mal seit der Markteinführung im Jahr 2000 einen positiven
Beitrag zum Konzernergebnis geleistet.

Adäquate Preiserhöhungen seien angesichts der
schwierigen Gesamtwirtschaftslage nur schwer
umsetzbar
gewesen, was zu einem entsprechenden
Druck bei den Margen geführt habe. Die aktuelle
Situation zeige die Abhängigkeit von Lieferketten. Die Kosten für
Rohstoffe hätten sich in den beiden letzten Jahren verdoppelt
und belasten zusammen mit den Kostensteigerungen bei
Energie und Fracht das Konzernergebnis. Die Horst Brandstätter
Group hatte außerdem als eines der ersten deutschen
Unternehmen einen Lieferstopp nach Russland
verkündet und verzichtete dadurch im Jahr 2022 auf einen
Umsatz von rund 10 Mio. €.

Die Unternehmensgruppe will bis zum Jahr 2027
klimaneutral
sein, weshalb in den kommenden Jahren
50 Mio. € in den Klimaschutz investiert werden
sollen. Die Unternehmensgruppe plant außerdem bis 2030
geschlossene Materialkreisläufe in der Produktion. Beispielhaft
für diese veränderte Unternehmenskultur stehe die neue
Spielwelt WILTOPIA. Alle Figuren und Spielsets
bestehen im Schnitt aus 80 % nachhaltigen Materialien
wie biobasierten Kunststoffen.
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