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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
08.05.20: Historischer Einbruch des Geschäftsklimas
08.05.20: NürnbergMesse verschiebt NCC-Süd-Bau auf 2024/25
23.04.20: BVS moniert Sonderwege bei der Handelsöffnung
23.04.20: Corona-Krise beschleunigt Wechsel zum Interneteinkauf
10.04.20: Galeria Karstadt Kaufhof im Schutzschirmverfahren


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Historischer Einbruch des Geschäftsklimas

08.05.20: Der deutsche Geschäftsklima-Index des ifo-
Instituts
ist im April nach 85,9 Punkten im Vormonat
auf 74,3 Punkte abgestürzt, den niedrigsten je
gemessenen Wert
. Dies bedeutet auch den stärksten
Rückgang
, den die Umfragen des Instituts jemals
ermittelten, die Stimmung unter den deutschen Firmen
sei „katastrophal“. Die Corona-Krise habe die Wirtschaft „mit
voller Wucht“ getroffen, weshalb sie pessimistischer als je zuvor
auf die Zukunft blicke. Im verarbeitenden Gewerbe fiel
der Index auf den niedrigsten Wert seit März 2009; die Industrie
beklagte eine „dramatische“ Verschlechterung ihrer
Geschäftslage und sei in ihren Erwartungen von einem
„massiven Pessimismus“ geprägt, da die Nachfrage nach
Industrieprodukten eingebrochen
sei. Auch im
Dienstleistungssektor sank das Klima auf einen
historischen Tiefstwert, begleitet von ebenso düsteren
Zukunftseinschätzungen. Der Handel habe
den „Sturzflug“ seines Geschäftsklimas fortgesetzt und seinen
Negativrekord aus dem März nochmals unterboten; noch nie
hätten sich Aussagen zur aktuellen Lage so schnell
verschlechtert. Das Bauhauptgewerbe als vierter
untersuchter Wirtschaftsbereich ist mit seiner aktuellen Situation
derzeit mehrheitlich noch zufrieden, verbuchte jedoch ebenfalls
einen noch nie dagewesenen Stimmungsknick.

NürnbergMesse verschiebt NCC-Süd-Bau auf 2024/25

08.05.20: Angesichts der anhaltenden Corona-Krise und deren Auswirkungen
auf die Messewirtschaft hat sich die NürnbergMesse dazu
entschieden, die geplante Investition in das vierte Convention
Center
im Messezentrum Nürnberg zu verschieben,
da laut eigener Aussage die Sicherung der Liquidität durch
Einsparungen aktuell Vorrang habe. Der ursprünglich für Februar
2021 vorgesehene Abriss der Halle 3 und daran anknüpfend der
Spatenstich für das neue „NCC Süd“ sollen stattdessen im
Februar 2024 oder Februar 2025 erfolgen.

BVS moniert Sonderwege bei der Handelsöffnung

23.04.20: Der Kölner Bundesverband des Spielwaren-
Einzelhandels
(BVS) hat für eine schnelle
Wiedereröffnung des Einzelhandels
plädiert und sich
gegen Sonderwege für einzelne Branchen
ausgesprochen. Zusammen mit dem Handelsverband
Deutschland
(HDE) und dessen anderen Landes- und
Bundesfachverbänden erstellte er einen Zehn-Punkte-
Plan
, wie der Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen
gelingen könnte. So fordert man einheitliche Vorgaben, eine
klare Kommunikation zu Verhaltensregeln und
Hygienemaßnahmen, ein „Wiederankurbeln“ des Konsums mit
der Ermutigung der Verbraucher, finanzielle Entlastungen der
Händler, Nothilfe-Fonds für kleine und mittlere Unternehmen
sowie ein flexibleres Arbeitsrecht zur Reduzierung der
Personalkosten. Darüber hinaus bitten die Verbände
um mehr Freiheiten bei ihren Ladenöffnungszeiten vor allem an
Sonntagen, eine Beibehaltung nächtlicher Waren-Anlieferungen
und mehr Förderung für die Innenstädte. Der zehnte Punkt
fordert eine Garantie für die Unversehrtheit des EU-
Binnenmarktes; dies umfasst, dass Grenzschließungen
innerhalb der EU zu gegebener Zeit wieder vollständig
zurückgenommen werden und auch Krisenmaßnahmen
entfallen, die aktuell etwa zur Vermeidung von Wucherpreisen
eine freie Preissetzung beschränken.

Corona-Krise beschleunigt Wechsel zum Interneteinkauf

23.04.20: Laut Umfragen des Kölner Instituts für
Handelsforschung
(IFH) kaufen deutsche
Verbraucher
aktuell immer öfter im Internet ein: In
der 16. Kalenderwoche gaben 22 % der Befragten an, Einkäufe,
die sie sonst im Geschäft tätigten, online erledigt zu haben. In
der 12. KW hatte dieser Anteil erst bei 13 % gelegen.
Dass die Tendenz zu Internetbestellungen anhalten könnte,
zeigte die hohe Zufriedenheit mit diesem Vertriebskanal:
95 % der befragten Konsumenten sagten, sie seien mit ihren
Onlinekäufen zufrieden gewesen, und 71 % konnten sich
vorstellen, die so erworbenen Artikel auch künftig im Netz
zu ordern. In KW 16 waren Kleidung und Schuhe (von 40 % der
Befragten genannt) die beliebteste
Online-Warengruppe und lösten damit Hygieneartikel (26 %) und
haltbare Lebensmittel (20 %) ab, die drei Wochen zuvor noch an
der Spitze gelegen hatten.

Galeria Karstadt Kaufhof im Schutzschirmverfahren

10.04.20: Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat vor
dem Amtsgericht Essen einen Antrag auf
Einleitung eines Schutzschirmverfahrens
gestellt. Dies gilt
auch für die Tochtergesellschaft Karstadt Sports. Das
Gericht hat dem Antrag stattgegeben. Die wirtschaftlichen
Folgen der Corona-Krise für den innerstädtischen Handel und
die langwierige Umsetzung staatlicher Hilfe über die Hausbank
hätten diesen Schritt notwendig gemacht. Die bestehende
Geschäftsführung behält im Rahmen des
Schutzschirmverfahrens die Kontrolle. Sie wird dabei durch den
Restrukturierungsexperten Arndt Geiwitz als
Generalbevollmächtigter unterstützt. Außerdem hat das Gericht
dem Antrag des Unternehmens auf Einsetzung des Sachwalters
Dr. Frank Kebekus entsprochen.

Ziel des Schutzschirmverfahrens in Eigenverwaltung sei die
Nutzung bestehender rechtlicher Möglichkeiten,
um die behördlich angeordneten Filialschließungen und die
damit verbundenen hohen Umsatzausfälle
ohne eine massive Neuverschuldung zu bewältigen.
Mit Beginn der Krise Anfang März war der Umsatz dramatisch
zurückgegangen. Seit dem 18.3. sind auf behördliche
Anordnung hin sämtliche Warenhäuser geschlossen. Jede
Woche verliert Galeria Karstadt Kaufhof nach eigenen Angaben
mehr als 80 Millionen Euro Umsatz, während wesentliche
Kosten weiterlaufen. Bis Ende April soll sich der Umsatzausfall
auf mehr als eine halbe Milliarde Euro summieren. Zur
Neuausrichtung der innerstädtischen Warenhäuser von Galeria
Karstadt Kaufhof hatte der Gesellschafter Signa in den
letzten Monaten mehr als 500 Mio. € investiert, jüngst gefolgt
von weiteren 140 Mio. €. Galeria Karstadt Kaufhof hat derzeit
mehr als 28.000 Mitarbeiter.
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