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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
15.03.19: Hasbro startet eigenes Spielzeug-Recycling
15.03.19: Rollplay mit neuem Geschäftsführer
15.02.19: Simba Dickie übernimmt Jada in den USA und setzt weniger um
15.02.19: Stadlbauer widerspricht Carrera-Verkaufsgerüchten
18.01.19: Spielwarenmesse beendet Engagement in der Türkei


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Hasbro startet eigenes Spielzeug-Recycling

15.03.19: Der Spielwarenhersteller Hasbro positioniert sich mit
einem neuen Recycling-Programm für Spielzeug und
Spiele
umweltfreundlicher. Bereits im Jahr 2018 hatte
Hasbro sein Spielzeug Recycling-Programm in den USA
gestartet. Nun folgt Deutschland als erster europäischer Markt
nach. Dabei holt der Markenhersteller den Produktrecycling-
Spezialisten TerraCycle als Partner ins Boot. Im
Rahmen des Recycling-Programms können ab sofort alle
Spielzeuge und Spiele des Herstellers, die nicht
batteriebetrieben sind, zur Wiederverwertung zurückgegeben
werden. Ziel der Recycling-Initiative ist es, Spielzeug und Spiele
vor der Müllverbrennung zu retten und stattdessen die
Materialien zu recyceln. Teilnehmen kann jeder, der sich für das
kostenlose Programm anmeldet. Die nicht mehr benötigten
Produkte können entweder in einer öffentlichen Sammelstelle
abgegeben oder mit einem ausdruckbaren Versandetikett gratis
eingesendet werden. TerraCycle sorgt dafür, dass die Produkte
in ihre Einzelteile zerlegt, die verschiedenen Materialien wie
Kunststoffe, Metalle, Fasern u. a. getrennt und wieder in einen
rohstoffähnlichen Zustand gebracht werden. Diese recycelten
Materialien können dann von Herstellern für die Produktion von
beispielsweise Lagerbehältern oder Parkbänken genutzt
werden. Wer teilnimmt, wird mit TerraCycle-Punkten
belohnt, die in Geldspenden für gemeinnützige Organisationen
oder Schulen und Kindergärten umgewandelt
werden.

Rollplay mit neuem Geschäftsführer

15.03.19: Jeffrey Popper ist neuer CEO für die Marke
Rollplay, wie Goodbaby International Holdings
bekannt gab. Der Hersteller von elektrisch betriebenen
Lizenzfahrzeugen und Eigenentwicklungen für Kinder zwischen
zwei und zwölf Jahren vertreibt seine Produkte als Teil der
Goodbaby International-Gruppe in über 40 Ländern. Der 51-Jährige
verfügt über Führungserfahrungen unter anderem als Vice
President of Global Marketing & Strategy bei Hasbro in den USA.

Simba Dickie übernimmt Jada in den USA und setzt weniger um

15.02.19: Die Simba Dickie Group hat den US-
Spielwarenhersteller Jada Toys, Inc. übernommen,
um auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen. Der Umsatz
von Jada Toys mit Sitz in Los Angeles wird im hohen
zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich angegeben. Die
Produktsegmente umfassen fast alle
Fahrzeugkategorien, insbesondere die Bereiche Radio
Control, Die-cast Modelle, Vorschulfahrzeuge und Die-cast
Figuren. Bekannt wurde Jada Toys in den USA durch sein
umfangreiches Portfolio an Lizenzprodukten wie
Spielzeugen zu "Fast & Furious", Marvel, DC Comics, Disney
und "Hello Kitty". Da der Großteil der Umsätze von Jada
Toys mit Lizenzprodukten getätigt wird und der Hauptsitz der
Firma in L.A. liegt, bestehen zu den großen Filmstudios
Lizenzgebern langjährige Kontakte.
2018 hat Simba Dickie gruppenweit einen
konsolidierten Gesamtumsatz in Höhe von 616,0 Mio. €
erreicht, worin Erlöse aus neuen Zukäufen noch nicht enthalten
sind. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang
von 4,5%
. Finanzchef Manfred Duschl zeigte sich
dennoch zufrieden: „Bedenkt man, dass große Player
im Markt wie Toys"R"US, die Ludendo-Gruppe in Frankreich, die
Blokker-Gruppe in Holland und jetzt erst jüngst die Firma Top
Toy aus Dänemark in Insolvenz gingen, ist ein Minus von nur
4,5% bei qualitativ sogar besseren Umsätzen als durchaus
positiv zu werten.“ Der internationale Umsatzanteil lag
2018 bei etwa 75% und damit unverändert zum Vorjahr.

Stadlbauer widerspricht Carrera-Verkaufsgerüchten

15.02.19: In Zusammenhang mit den Gerüchten über Schwierigkeiten der
Stadlbauer-Gruppe – ausgelöst durch einen Bericht im
"Manager-Magazin“ (1/19) mit der Überschrift „Carrera
steht zum Verkauf“ – erhielt die Branchenbrief-Redaktion von
Firmenchef und Mehrheitsinhaber Andreas Stadlbauer
die klare Aussage, dass die Darstellung des
Wirtschaftsmagazins unrichtig
sei. Vielmehr stehe das
Unternehmen seit dem vorigen Jahr, in Verein mit einer
größeren geplanten Akquise eines „Boy-Toy“-Bereiches,
in Gesprächen mit einem potenten Finanzpartner, um
die Erweiterung der Gruppe für die Zukunft auf eine solide
Grundlage zu stellen. Dafür sei unter anderem auch Dr.
Norbert Frömmer
als COO involviert, ein normaler Vorgang
im Sinne des sich dann engagierenden Finanzpartners. Eine
solche Praxis sei auch schon vor Jahren mit dem Aufkauf eines
Schweizer Uhrenunternehmens sowie auch Carrera seitens
Stadlbauer erfolgt.
Andreas Stadlbauer verfolge den weiteren Ausbau der Boy-Toy-
Sparte, im Vordergrund natürlich auch Carrera, wobei die Marke
Schildkröt auf eine selbstständig arbeitende Manufaktur
zurückgeführt werde (übrigens nach wie vor profitabel, so der
Firmenchef ). Auch habe man eine „sehr erfolgreiche Messe“ in
Nürnberg für die gesamte Gruppe erlebt. Wer, wo und wie
Details aus diesen seit längerem geplanten Umstrukturierungen
vorzeitig und unrichtig nach draußen getragen habe, wisse man
(noch) nicht.

Spielwarenmesse beendet Engagement in der Türkei

18.01.19: Laut "Nürnberger Nachrichten" (5.1.) zieht sich die
Spielwarenmesse
nach zehn Jahren aus der Türkei
zurück
, so Messechef Ernst Kick im Interview. Die
Fachmesse Kids Turkey war 2018 damit die letzte
Veranstaltung. Die 100-prozentige Tochterfirma dort wird liquidiert.
Als Gründe werden u.a. eine rückläufige Wirtschaft, die unter
massiven Druck geratene Währung und die schwierige politische
Situation im Land genannt. Hinzu komme, dass europäische
Zertifizierungen nicht mehr gelten würden, aber zugleich
kein funktionierendes türkisches System bestehe.
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