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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
21.09.18: Vorstand nimmt Zapf Creation von der Börse
21.09.18: Geobra Brandstätter streitet mit Betriebsrat
24.08.18: Craze und Busch kooperieren im Vertrieb
24.08.18: Auch Toys"R"Us-Pleite belastet Mattel
27.07.18: Neue Eigentümer bei Franz Carl Weber


Ältere  Meldungen

Vorstand nimmt Zapf Creation von der Börse

21.09.18: Der Vorstand der Zapf Creation AG hat mit Zustimmung
des Aufsichtsrats beschlossen, die Einbeziehung der Zapf-
Aktien in den Freiverkehr an der Baden-Württembergischen
Wertpapierbörse zu kündigen
und somit ein Delisting
durchzuführen. Nach Ansicht des Vorstands verursache die
Einbeziehung der Aktien in den Freiverkehr einen "nicht
unbeachtlichen administrativen Aufwand" und "binde in
erheblichem Umfang Managementressourcen". Zudem würden der
Gesellschaft durch die Einbeziehung nicht unerhebliche Kosten
entstehen. Kritiker behaupten, dass diese Argumentation nur
vorgeschoben sei. Die Zeit- und Kostenersparnis durch ein
Delisting würde sich nur auf wenige Stunden bzw. einen niedrigen
fünfstelligen Euro-Betrag pro Jahr belaufen.

Geobra Brandstätter streitet mit Betriebsrat

21.09.18: "Playmobil"-Hersteller Geobra Brandstätter beantragte
vor dem Nürnberger Amtsgericht den Ausschluss von acht
Mitgliedern des Betriebsrates
. Sie hätten in einem Werk in
Mittelfranken eigenmächtig und ohne Beschluss zu
zehnminütigen Hitzepausen aufgerufen. Da der Versuch
einer gütlichen Einigung in dem Amtsenthebungsverfahren
gescheitert ist, wollen die Richter nun am 24. Januar 2019 eine
Entscheidung treffen. Laut Arndt Reckler, dem Anwalt
des fränkischen Spielfiguren-Herstellers, war der Aufruf der
Betriebsräte eine grobe Pflichtverletzung und würde das
Vertrauensverhältnis infrage stellen. Die betroffenen
Betriebsräte und IG-Metall-Mitglieder wiesen die Vorwürfe
zurück. Man habe nie die Absicht gehabt, "einen Konflikt vom
Zaun zu brechen", sagte deren Anwalt Daniel Marx.
Seine Mandanten seien ihrer Pflicht nachgekommen, die
Mitarbeiter zu informieren. Die Betriebsräte berufen sich auf die
Arbeitsstättenverordnung zur Raumtemperatur, in der unter
anderem auch sogenannte Entwärmungsphasen bei
Temperaturen von mehr als 35 Grad aufgeführt sind. Auch die
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt
auf ihrer Webseite kurze Pausen, wobei es dem jeweiligen
Betrieb überlassen bleibt, wie diese umgesetzt werden.
Der Betriebsrat ist in dem Streit um die Hitzepausen gespalten.
Das Gremium unterstützte das Amtsenthebungsverfahren
gegen die IG-Metall-Mitglieder vor Gericht. Man habe keinen
Aufruhr in der Belegschaft gewollt und sei eher auf der Seite des
Arbeitgebers. Das Unternehmen hatte betont, dass es wegen
der Hitze frühzeitig zahlreiche Maßnahmen ergriffen habe - etwa
Lüftungssysteme verändert und Wasserspender aufgestellt. In
anderen größeren Betrieben gibt es laut IG Metall
Betriebsvereinbarungen zu dem Thema. Bei Geobra
Brandstätter gebe es laut IG Metall keine Regelung. Das
Unternehmen wolle nun aus Sicht der Gewerkschaft mit dem
Verfahren IG-Metall-Betriebsräte loswerden, was vonseiten des
Unternehmens als "Unsinn" abgetan wird. Zwischen dem
Unternehmen und der IG Metall hatte es in den vergangenen
Jahren mehrfach Auseinandersetzungen gegeben.

Craze und Busch kooperieren im Vertrieb

24.08.18: Das Trendspielzeug-Unternehmen Craze aus Karlsruhe
und die Firma Busch aus Viernheim, u.a. bekannt für ihre
Modellbauartikel, sind eine umfassende
Vertriebskooperation eingegangen. Vor rund sechs Jahren
als kleines Start-up gestartet, zählt Craze heute laut Eurotoys zu
den TOP 35 Spielwarenunternehmen. Ab sofort wird Busch die
Craze-Produkte zusätzlich im klassischen Einzelhandel vertreiben.
Der Einzelhändler hat ab sofort bei Busch die Möglichkeit, neben
einem Modell-, Tonträger- und Spielwarensortiment auch die
schnelldrehenden Trend- und Impuls- sowie Kreativartikel von
Craze zu bestellen.

Auch Toys"R"Us-Pleite belastet Mattel

24.08.18: Mattel hat die Geschäftsergebnisse des zweiten
Quartals
bekannt gegeben. Der Umsatz lag 14% unter
dem des Vorjahresquartals
. Der Bruttoumsatz ging um 11%
zurück, was auf die Liquidation von Toys "R" Us
zurückzuführen ist. Der ausgewiesene operative Verlust
betrug 189,2 Mio. US-Dollar
, der bereinigte operative
Verlust 141,3 Mio. US-Dollar. Im zweiten Quartal
sank der Umsatz im Segment Nordamerika um 14 %
und währungsbereinigt um 15 % gegenüber dem zweiten
Quartal des Vorjahres. Der Bruttoumsatz im Segment
Nordamerika ging um 13% zurück, was vor allem auf die
Auswirkungen der Liquidation von Toys "R" Us, niedrigere
Umsätze von "Cars", Fisher-Price und "Thomas & Friends"
sowie von Toy Box-eigenen Marken zurückzuführen ist, die
teilweisedurch erste Verkäufe von "Jurassic World" und höhere
Umsätze von Hot Wheels ausgeglichen wurden.
International ging der Umsatz um 10% gegenüber dem
Vorjahresquartal zurück, der Bruttoumsatz um 5%. Die
ausgewiesene Bruttomarge sank im zweiten Quartal
von 41,0% im Jahr 2017 auf 30,1% im Jahr 2018, was
hauptsächlich auf höhere Materialkosten und einen ungünstigen
Produktmix zurückgeführt wird. Die ausgewiesenen sonstigen
Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen um 6,8 Mio. US-Dollar
aufgrund von Abfindungen und Restrukturierungskosten,
die teilweise durch Einsparungen ausgeglichen wurden. Die
sonstigen Vertriebs- und Verwaltungskosten für das Quartal
gingen um 29,7 Mio. US-Dollar zurück.

Neue Eigentümer bei Franz Carl Weber

27.07.18: Eine Investorengruppe um den CEO Yves Burger
übernimmt von der französischen Ludendo-Gruppe
100% des Aktienkapitals des schweizerischen
Spielzeugfachhändlers Franz Carl Weber und
ermöglicht damit dessen Fortbestand. Neben Yves Burger
beteiligen sich der Schweizer Unternehmer Marcel
Dobler
und der deutsche Spielwarenhersteller Simba
Dickie Group
mit je 33% an Franz Carl Weber.
Die seit Januar laufenden Kaufverhandlungen mit der in
Nachlass-Stundung befindlichen Ludendo-Gruppe konnten in
den letzten Tagen nach Verfahrensfehlern erfolgreich
abgeschlossen werden. Der ausgehandelte Vertrag über den
Verkauf der Franz Carl Weber AG wurde in der Folge auch
durch das Pariser Handelsgericht genehmigt. Die neuen,
paritätisch beteiligten Eigentümer Yves Burger, bisheriger
Geschäftsführer, Marcel Dobler, Mitgründer von digitec, und die
Simba Dickie Group stellen das Unternehmen auf eine neue
finanzielle Basis. Laut Aussage der neuen Eigentümer soll Franz
Carl Weber neue Flexibilität erhalten und die Voraussetzungen
geschaffen werden, das Einkaufserlebnis des Kunden noch
klarer ins Zentrum zu rücken. Man hoffe, mit den klassischen
Fachhändler-Stärken eines breiten Sortiments, Kundennähe und
einer hohen Beratungskompetenz wieder an die glanzvollste Zeit
der Unternehmens anzuknüpfen.
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