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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
15.07.19: Playmobil baut Konzern um und könnte auch durch Übernahmen wachsen
15.07.19: Neuer Investor bei Schleich
14.06.19: Beluga jetzt unterm Dach von John
14.06.19: Revell-Investor hat auch Carrera übernommen
17.05.19: "Family"-Segment der EK/servicegroup um 7,9% gewachsen


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Playmobil baut Konzern um und könnte auch durch Übernahmen wachsen

15.07.19: Deutschlands größter Spielzeugfabrikant Playmobil hat
sich einen weitgehenden Firmenumbau verordnet.
Ziel sei es, mit dem Unternehmen in wesentlichen Märkten der
Welt auf eine relevante Größe zu kommen, wie Konzernchef
Steffen Höpfner dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ im
Rahmen eines Interviews verriet. Um seine Wachstumsziele zu
erreichen, fasst der Geschäftsführer der Playmobil-Mutterfirma
Horst Brandstätter Holding unter anderem
Firmenzukäufe ins Auge sowie Partnerschaften
und Gemeinschaftsfirmen
mit anderen Unternehmen. Die
Playmobil-Verantwortlichen äußern sich bekannterweise
extrem selten öffentlich. Für Höpfner war es das erste
ausführliche Interview, seitdem er 2016 die Geschäftsführung
übernommen hatte. Höpfner sieht die Firma jetzt in einem
„Change-Prozess“, wie er sagte. Er will sie offener und
attraktiver machen. Der Konzern mit Sitz in Zirndorf bei
Nürnberg ist seit dem Tod Horst Brandstätters in
Stiftungseigentum und stemmt sich gegen die schlechte
Branchenlage, die unter anderem durch die Pleite des
Spielzeughändlers Toys"R"Us Ende 2017
gekennzeichnet ist. Playmobil gelang im vergangenen Jahr im
Spielzeugsegment ein geringes Wachstum, derzeit liegt der
Hersteller laut Höpfner mit vier Prozent gegenüber
dem Vorjahr im Plus. Im August startet der erste
Kinofilm mit Playmobil-Figuren, von dem sich
das Unternehmen neue Impulse verspricht.

Neuer Investor bei Schleich

15.07.19: Das Schweizer Investment-Unternehmen Partners
Group
hat für seine Kunden eine Mehrheitsbeteiligung
am deutschen Spielfigurenhersteller Schleich erworben.
Partners Group wird die Beteiligung vom bisherigen Eigentümer
Ardian kaufen. Es werden allerdings keine weiteren
Details der Übernahme bekanntgegeben. Der Abschluss der
Transaktion steht außerdem noch unter Vorbehalt der
kartellrechtlichen Freigabe. Auch nach der Übernahme soll
Schleich weiterhin von seinem Managementteam unter
der Leitung von CEO Dirk Engehausen unterstützt
werden. Partners Group will mit dem Management
eng zusammenarbeiten, um Schleich in „eine neue
Phase des internationalen Wachstums zu führen und
die Marke für ein globales Publikum weiterzuentwickeln“.
Dabei soll weiterhin auf Partnerschaften mit Online-Händlern
und Vertriebspartnern gesetzt werden, mit dem Ziel, diese
auszubauen. Partners Group will auch in die Entwicklung des
Online-Vertriebs und in die Produktinnovation des
Unternehmens investieren, um die Marktposition der
Kernprodukte zu stärken.

Beluga jetzt unterm Dach von John

14.06.19: Die John GmbH in Freilassing hat zum 1.5 die
Beluga Spielwaren GmbH übernommen und
erweitert dadurch ihr Portfolio der Spielwaren und Sportartikel.
Im Bereich der Freizeit- und Outdoor-Artikel, in dem John bereits
vertreten ist, bedeutet die Produktpalette von Beluga laut
Unternehmen eine „sinnvolle und passende Ergänzung“.
Beluga soll vor allem auch sein traditionelles Holzspielwaren-
Programm, u.a. Sandkästen, Kaufläden, innovative
Kreativartikel, Plüschartikel oder Trendartikel bei John
einbringen.
Auch personell stellt sich die Firma John in der
Unternehmensleitung neu auf. Geschäftsführerin Andrea
John
und der Vertriebsleiter Karl Fehr werden von
Stefan Ziegler im Verkauf unterstützt, Andreas
Tokarski
arbeitet der Vertriebsleitung als Key Account
Manager zu, und Geschäftsführerin Susanne John
arbeitet in den Bereichen Einkauf, Import und Marketing ab
sofort mit Jürgen Exner zusammen.

Revell-Investor hat auch Carrera übernommen

14.06.19: Der Münchner Investor Quantum Capital Partners (QCP)
hat 100% der Gesellschafteranteile an der österreichischen
Stadlbauer Marketing & Vertrieb GmbH von der bisherigen
Eigentümerfamilie Stadlbauer übernommen. Nach dem Erwerb des
Modellbauherstellers Revell 2018 sicherte sich Quantum
damit auch die Autorennbahnen von Carrera, den
Seifenblasenhersteller Pustefix und die Puppenmanufaktur
Schildkröt. Der Zukauf bedarf noch der Zustimmung der
Kartellbehörden. Die neu geschaffene Gruppe kommt laut Investor
auf einen Gesamtumsatz von rund 130 Mio. € und wird von
Stefan Krings geleitet, schon bisher Revell-Chef. Dr.
Norbert Frömmer
bleibt Geschäftsführer der Stadlbauer-
Gruppe. Die Familie Stadlbauer soll der Gruppe künftig beratend
zur Seite stehen.

"Family"-Segment der EK/servicegroup um 7,9% gewachsen

17.05.19: Auf der Pressekonferenz anlässlich der Messe "EK FUN"
präsentierte der Vorstand der Mehrbranchen-Verbundgruppe
EK/servicegroup das abgelaufene Geschäftsjahr mit
einem Rückgang des Gesamtumsatzes um 0,4% auf
2,421 Mrd. Euro. Die drei Vorstände zeigten sich zufrieden mit
der Summe der Ausschüttungen in Höhe von 22,6 Mio.
Euro
. Davon profitieren 2.062 Unternehmer, die zum
Jahresende als Mitglieder eingetragen waren. Das EBIT der
Unternehmensgruppe nach Ausschüttung beträgt rund
0,5 Mio. Euro. Im Umfeld des strukturellen Wandels in der
Handelslandschaft entwickelten sich die EK Geschäftsfelder
2018 unterschiedlich. So lag der Umsatz im Geschäftsfeld
livingplus 2018 mit 406 Mio. Euro auf dem Level des
Vorjahres. Eine positive Entwicklung nahm das Geschäftsfeld
family mit einem Umsatzzuwachs von 7,9 % auf
405 Mio. Euro u. a. durch die positive Entwicklung der
Kontorkunden. Die beiden digitalen Marktplätze
www.happybaby.de und www.spielundspass.de eröffnen hier
möglicherweise weitere Wachstumsperspektiven. Das
Geschäftsfeld comfort verzeichnete mit einem
Jahresumsatz von 217 Mio. Euro einen Rückgang von 4,0 %
gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsfeld fashion
erzielte die EK mit 492 Mio. Euro einen Umsatz auf
Vorjahresniveau. Der spürbare Umsatzzuwachs im
Geschäftsfeld DIY (do-it-yourself ) um 3,6 %
auf 181 Mio. Euro gründet wesentlich auf der Expansion des
niederländischen Shopkonzepts „hubo“. Im Geschäftsfeld
Media verzeichnete die EK eine Umsatzsteigerung von
12,9 % auf 56 Mio. Euro, getrieben durch Marketingkampagnen
des Shopkonzepts „Libris“. Das Geschäftsfeld Sports
verzeichnete mit einem Umsatz von 207 Mio Euro einen
Rückgang um 3,4 %.
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