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Branchenbrief aktuell

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Übersicht
15.02.19: Simba Dickie übernimmt Jada in den USA und setzt weniger um
15.02.19: Stadlbauer widerspricht Carrera-Verkaufsgerüchten
18.01.19: Spielwarenmesse beendet Engagement in der Türkei
18.01.19: Siku unter neuer Geschäftsleitung
20.12.18: BR-Spielwaren ist insolvent


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Simba Dickie übernimmt Jada in den USA und setzt weniger um

15.02.19: Die Simba Dickie Group hat den US-
Spielwarenhersteller Jada Toys, Inc. übernommen,
um auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen. Der Umsatz
von Jada Toys mit Sitz in Los Angeles wird im hohen
zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich angegeben. Die
Produktsegmente umfassen fast alle
Fahrzeugkategorien, insbesondere die Bereiche Radio
Control, Die-cast Modelle, Vorschulfahrzeuge und Die-cast
Figuren. Bekannt wurde Jada Toys in den USA durch sein
umfangreiches Portfolio an Lizenzprodukten wie
Spielzeugen zu "Fast & Furious", Marvel, DC Comics, Disney
und "Hello Kitty". Da der Großteil der Umsätze von Jada
Toys mit Lizenzprodukten getätigt wird und der Hauptsitz der
Firma in L.A. liegt, bestehen zu den großen Filmstudios
Lizenzgebern langjährige Kontakte.
2018 hat Simba Dickie gruppenweit einen
konsolidierten Gesamtumsatz in Höhe von 616,0 Mio. €
erreicht, worin Erlöse aus neuen Zukäufen noch nicht enthalten
sind. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang
von 4,5%
. Finanzchef Manfred Duschl zeigte sich
dennoch zufrieden: „Bedenkt man, dass große Player
im Markt wie Toys"R"US, die Ludendo-Gruppe in Frankreich, die
Blokker-Gruppe in Holland und jetzt erst jüngst die Firma Top
Toy aus Dänemark in Insolvenz gingen, ist ein Minus von nur
4,5% bei qualitativ sogar besseren Umsätzen als durchaus
positiv zu werten.“ Der internationale Umsatzanteil lag
2018 bei etwa 75% und damit unverändert zum Vorjahr.

Stadlbauer widerspricht Carrera-Verkaufsgerüchten

15.02.19: In Zusammenhang mit den Gerüchten über Schwierigkeiten der
Stadlbauer-Gruppe – ausgelöst durch einen Bericht im
"Manager-Magazin“ (1/19) mit der Überschrift „Carrera
steht zum Verkauf“ – erhielt die Branchenbrief-Redaktion von
Firmenchef und Mehrheitsinhaber Andreas Stadlbauer
die klare Aussage, dass die Darstellung des
Wirtschaftsmagazins unrichtig
sei. Vielmehr stehe das
Unternehmen seit dem vorigen Jahr, in Verein mit einer
größeren geplanten Akquise eines „Boy-Toy“-Bereiches,
in Gesprächen mit einem potenten Finanzpartner, um
die Erweiterung der Gruppe für die Zukunft auf eine solide
Grundlage zu stellen. Dafür sei unter anderem auch Dr.
Norbert Frömmer
als COO involviert, ein normaler Vorgang
im Sinne des sich dann engagierenden Finanzpartners. Eine
solche Praxis sei auch schon vor Jahren mit dem Aufkauf eines
Schweizer Uhrenunternehmens sowie auch Carrera seitens
Stadlbauer erfolgt.
Andreas Stadlbauer verfolge den weiteren Ausbau der Boy-Toy-
Sparte, im Vordergrund natürlich auch Carrera, wobei die Marke
Schildkröt auf eine selbstständig arbeitende Manufaktur
zurückgeführt werde (übrigens nach wie vor profitabel, so der
Firmenchef ). Auch habe man eine „sehr erfolgreiche Messe“ in
Nürnberg für die gesamte Gruppe erlebt. Wer, wo und wie
Details aus diesen seit längerem geplanten Umstrukturierungen
vorzeitig und unrichtig nach draußen getragen habe, wisse man
(noch) nicht.

Spielwarenmesse beendet Engagement in der Türkei

18.01.19: Laut "Nürnberger Nachrichten" (5.1.) zieht sich die
Spielwarenmesse
nach zehn Jahren aus der Türkei
zurück
, so Messechef Ernst Kick im Interview. Die
Fachmesse Kids Turkey war 2018 damit die letzte
Veranstaltung. Die 100-prozentige Tochterfirma dort wird liquidiert.
Als Gründe werden u.a. eine rückläufige Wirtschaft, die unter
massiven Druck geratene Währung und die schwierige politische
Situation im Land genannt. Hinzu komme, dass europäische
Zertifizierungen nicht mehr gelten würden, aber zugleich
kein funktionierendes türkisches System bestehe.

Siku unter neuer Geschäftsleitung

18.01.19: Bei der Sieper GmbH und der Wiking-Modellbau
GmbH & Co. KG
ist seit 1. Oktober Jörg Stermann der
Nachfolger von Klaus Galinski als Geschäftsführer.
Galinski, neben Britta Sieper Geschäftsführer der
Unternehmen, ging zum 31. Dezember in den Ruhestand. Er war
viele Jahre im Beirat tätig und die vergangenen Jahre als
Geschäftsführer für Vertrieb, Marketing und Logistik verantwortlich
gewesen. Stermann verantwortet die Bereiche Vertrieb, Marketing
und Logistik der beiden Unternehmen. Er war zuvor bei
Markenherstellern wie Bosch und Burg-Wächter auf nationaler
Ebene und im Ausland in Führungspositionen tätig.

BR-Spielwaren ist insolvent

20.12.18: Die BR-Spielwaren GmbH hat am 5. Dezember 2018
beim Amtsgericht Hamburg die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens beantragt. Das Amtsgericht
Hamburg hat daraufhin Rechtsanwalt Stefan Denkhaus
von der Kanzlei BRL Boege, Rohde Luebbehuesen (BRL) zum
vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. BR ist Teil des in
Dänemark ansässigen TOP-TOY Konzerns, der neben
den 21 norddeutschen Filialen in den skandinavischen Ländern
Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland sowie in Island
rund 200 eigene BR-Filialen sowie 72 TOYS“R“US-
Filialen mit rund 6.000 Angestellten betreibt. Am 30. November
2018 hatte die Muttergesellschaft der BR, die TOP-TOY A/S, ein
gerichtliches Restrukturierungsverfahren in Dänemark
eingeleitet. Teil des Restrukturierungskonzeptes in Dänemark ist
der Rückzug aus dem (nord)deutschen Markt. Die
Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind über eine
Insolvenzgeldvorfinanzierung für einen Zeitraum bis Februar
2019 gesichert. Der Geschäftsbetrieb in den 21 Filialen soll ohne
Einschränkungen fortgeführt werden. Ein Investorenprozess
ist mit dem Ziel des Verkaufs des Unternehmens und
des Erhalts der Arbeitsplätze in die Wege geleitet.
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