
Spielzeugbranche aktuell
Seit 1980 ist der "BRANCHENBRIEF INTERNATIONAL - Spielzeugbranche aktuell" der Informationsdienst der Spielwarenbranche, bekannt unter dem Kürzel "BB". In konzentrierter Form bietet der "BB" topaktuelle Meldungen, Nachrichten, Kommentare und Hintergrundinformationen für alle Entscheidungsträger der deutschsprachigen Spielwarenbranche weltweit.
Branchenbrief aktuell
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Übersicht
25.02.10: Deutscher Videospielmarkt verliert relativ wenig Umsatz
11.02.10: Mattel setzt weniger um und verdient mehr
11.02.10: Simba Dickie übernimmt Zoch und Majorette
28.01.10: Woolworth-Pleite zieht britischen Markt ins Minus
28.01.10: duo schreib & spiel mit 11,6% mehr Umsatz
Deutscher Videospielmarkt verliert relativ wenig Umsatz
25.02.10: Dem
BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) zufolge ging der
Umsatz mit Video- und PC-Spielen in Deutschland 2009 um 2% auf 1,53 Mrd. € zurück. Die Zahl der verkauften Spiele nahm zwar nur um 0,4% auf 55,4 Mio. Stück ab, jedoch machten sich gefallene Preise bemerkbar. Am besten schlug sich Software für stationäre Spielkonsolen wie Xbox 360, PlayStation 3 oder Wii mit einem Umsatzplus von 22%. Starke Einbußen verbuchten hingegen Spiele für tragbare Konsolen (-24%) und PC (-11%). Im Bereich
Hardware fiel der Absatz von Spielkonsolen gegenüber dem Vorjahr um 6,5% auf 4,3 Mio. Stück, mit denen 932 Mio. € umgesetzt wurden (-4,7%). Stationäre Plattformen gewannen Marktanteile auf Kosten tragbarer Geräte. Den deutschen
Gesamtmarkt für interaktive Unterhaltung inkl. Soft- und Hardware beziffert der Verband auf 2,47 Mrd. € (-2,8%). BIU-Geschäftsführer
Olaf Wolters sagte, die Branche in Deutschland könne mit Blick auf andere Märkte zufrieden sein, denn sowohl im weltgrößten Markt USA (-8%) als auch im größten europäischen Markt Großbritannien (-18%) seien die Erlöse deutlich stärker zurückgegangen. Im
ersten Halbjahr 2010 rechnet der Verband dank potenzieller Verkaufshits mit einer Erholung und einem Umsatzanstieg um bis zu 5%.

Mattel setzt weniger um und verdient mehr
11.02.10: Mattel, umsatzstärkster Spielzeughersteller der Welt, büßte im
Gesamtjahr 2009 rund 8% seines Vorjahresumsatzes ein und erlöste 5,43 Mrd. US$. 2% des Rückgangs waren auf Währungseffekte zurückzuführen. In den USA ließen die Verkäufe um 4% nach, im Ausland um 13% (davon 4% durch Währungskurse). Mattels Nettogewinn vergrößerte sich um 39% auf 528,7 Mio. US$. Laut Geschäftsführer
Robert A. Eckert sei die höhere Profitabilität Optimierungen in der Infrastruktur, gesenkten Kosten und einem strikten Kapitalmanagement zu verdanken. Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen habe das Weihnachtsgeschäft insgesamt überzeugt: Im
vierten Quartal konnte Mattel seinen Umsatz um 1% auf 1,96 Mrd. US$ steigern. Der Nettogewinn fiel mit 328 Mio. US$ rund 86% höher aus als im letzten Quartal des Vorjahres.

Simba Dickie übernimmt Zoch und Majorette
11.02.10: Simba Dickie hat seinen energischen Wachstumskurs fortgesetzt und die Übernahme gleich zweier Marken bekannt gegeben: Sowohl der Münchner Spieleverlag
Zoch als auch der französische Modellautohersteller
Majorette gehören jetzt zu der Fürther Spielwarengruppe, deren Portfolio damit mindestens ein Dutzend Marken umfasst (Simba, Dickie, Big, Smoby, Eichhorn, Noris, Schipper, Schuco, Carson, Tamiya, Zoch, Majorette). Ihr
Geschäftsjahr 2009 beendete die Simba Dickie Group mit einem
Umsatzrückgang um 5% auf genau 500 Mio. €. Dies lastet die Führung nicht der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung an („die Wirtschaftskrise hat die Simba Dickie Group wie auch die Spielwarenbranche bis dato nicht erreicht”). Vielmehr sieht sie die Gründe zum einen in negativen Währungseffekten zwischen US$ und €; zum anderen habe man bewusst
ertragsschwache Umsatzteile gestrichen oder gekürzt. 70% aller Verkäufe entfielen auf das Ausland.

Woolworth-Pleite zieht britischen Markt ins Minus
28.01.10: Der britische Verband
BTHA (British Toy & Hobby Association) gab mit Berufung auf Zahlen der NPD Group bekannt, dass
Großbritanniens Spielwarenmarkt im Jahr 2009 von 2,9 Mrd. auf 2,7 Mrd. Pfund (ca. 3,087 Mrd. €)
um rund 8% geschrumpft ist. Die Hauptursache sieht man im Wegfall von 800 Filialen des bankrotten Händlers
Woolworth, über den 11% des britischen Spielzeug-Einzelhandels gelaufen waren. BTHA-Vorsitzender
Roger Dyson sagte jedoch, die Branche habe die Krise gut überstanden, denn die Umsätze der restlichen Händler außer Woolworth hätten spürbar zugelegt.

duo schreib & spiel mit 11,6% mehr Umsatz
28.01.10: Die Schreib- und Spielwaren-Fachhandelskooperation
duo schreib & spiel mit Hauptquartier in Berlin steigerte ihren zentralregulierten Verkaufsumsatz im
Jahr 2009 um 11,6% auf 162 Mio. €. Zum Jahresende zählte der Verband 433 Anschlusshäuser, 25 neue Gesellschafter wurden hinzu gewonnen. Dieser Erfolg erlaube es, den Mitgliedern „
Partnerschaftsboni” auszuschütten; diese gliedern sich in einen „Grundbonus” von 1,5% sowie drei Boni für die Bereiche „Marketing”, „Kommunikation” und „Online” von jeweils 0,25%. Wie schon berichtet führt duo 2010 eine
„papierlose” Zentralregulierung ein, die einen schnelleren Zugriff auf Daten und eine einfachere Verarbeitung ermöglichen soll. Im laufenden Jahr will die Kooperation mehr als 1 Mio. € in
Medienwerbung investieren. Geplant sind u.a. Printanzeigen in Millionenauflage, eigene Fernsehspots und ein Auftritt im Rahmen der Imagekampagne „
Du bist kinderfreundlich” der Interessengemeinschaft
ADV (Ardek, duo schreib & spiel, Vedes). Auf der Nürnberger
Spielwarenmesse organisiert duo zum dritten Mal gemeinsam mit den Veranstaltern den Ausstellungsbereich „
Way to School”, wo sich Anbieter mit Produkten rund um den Schulanfang vorstellen.
